Eilendorf: Neubaugebiet Breitbenden: Anbindung über Bus-Linie 2 ist vom Tisch

Eilendorf: Neubaugebiet Breitbenden: Anbindung über Bus-Linie 2 ist vom Tisch

Das Aufatmen in der Bezirksvertretung Eilendorf war deutlich zu hören. Zwar wird der Stadtbezirk aus finanziellen Gründen den gewünschten Stadtteilbus auf absehbare Zeit nicht bekommen, aber die geplante Anbindung des Neubaugebiets Breitbenden über die Bus-Linie 2 ist vom Tisch.

Dieser Lösungsansatz hatte den Bezirksvertretern erhebliche Bauchschmerzen bereitet. Die Planung sah nämlich vor, jede zweite Fahrt der Linie 2 zum Wohngebiet Breitbenden zu führen.

Wer sich in Eilendorf nur ein wenig auskennt, kann das Problem sofort aufzeigen: Für die Fahrten, die von und nach Breitbenden führen, hätte die Haltestelle „Eilendorfer Markt“ in die Nirmer Straße verlegt werden müssen.

Abgesehen davon, dass die Nirmer Straße im Einmündungsbereich zur von-Coels-Straße ohnehin ein neuralgischer Punkt ist, wäre die Schwierigkeit hinzugekommen, die Buspassagiere auf die Problematik der wechselnden Haltestellen am Eilendorfer Markt einzustellen.

Daher hatten die Bezirksvertreter im vergangenen September die Planung zwar zur Kenntnis genommen, aber dem Mobilitätsausschuss empfohlen, nochmals zu prüfen, ob es nicht machbar sei, die Linien 12 oder 22 von der von-Coels-Straße in die Brander Straße bis zum Wendehammer an der Hubert-Spickernagel-Straße fahren zu lassen. Diese Form der Anbindung des Neubaugebiets an den ÖPNV stelle eine weniger problematische und wohl auch kostengünstigere Lösung dar.

Diesen Bedenken folgte der Mobilitätsausschuss und forderte eine neue Planung, die jetzt in der Bezirksvertretung vorgestellt wurde. Danach soll das Wohngebiet Breitbenden künftig von den Linien 12 und 22 angefahren werden. Pro Fahrtrichtung ist eine Fahrt stündlich geplant, was bedeutet, dass die künftige Haltestelle am Wendehammer im Neubaugebiet etwa alle 30 Minuten angefahren wird.

Darüber hinaus soll es morgens zwei S-Fahrten geben, eine in Richtung Stolberg zum Schulzentrum Auf der Liester und eine in Richtung der Burtscheider Schulen. Probefahrten haben ergeben, dass die Brander Straße bis zur Hubert-Spickernagel-Straße mit den vorhandenen Busgrößen befahrbar ist. Zur Realisierung des Vorhabens muss aber eine provisorische Haltestelle mit Hochbord angelegt werden. Dafür werden Kosten von etwa 10.000 Euro entstehen, die jedoch aus dem laufenden Haushalt bestritten werden können.

Ab dem Fahrplanwechsel im Juni soll die Anbindung zunächst im Probebetrieb für ein Jahr getestet werden. Verständlich, dass sich die Mitglieder der Bezirksvertretung von der vorgestellten Lösung sehr angetan zeigten und dem Mobilitätsausschuss einstimmig empfahlen, den entsprechenden Beschluss zu fassen.

Mehr von Aachener Nachrichten