NetAachen blickt zum 10. Geburtstag in die Zukunft

10 Jahre NetAachen : Mit hauchdünner Glasfaser gegen weiße Flecken

Vor zehn Jahren wurde NetAachen gegründet. Zum runden Geburtstag blicken die Verantwortlichen vor allem in die Zukunft.

Der Trend ist relativ eindeutig: Kommunizieren wollen die Aachener im Jahr 2029 vor allem mit schöner Aussicht. Vom Strand oder auch vom Pool aus. Mit Freunden und Familie, aber auch mit dem Arbeitgeber. Benötigt wird dafür schnelles und zuverlässiges Internet. Und damit landet man auch schon bei Andreas Schneider. Der Geschäftsführer von NetAachen und seine Mitarbeiter haben anlässlich des zehnten Geburtstags des Telekommunikationsunternehmens in ihrem Geschäftsräumen ebenjene Wand zur Verfügung gestellt, auf der sich die Aachener an diesem Donnerstagabend ausmalen, wie die Kommunikation der Zukunft aussehen könnte. Klar ist: Diese Zukunft will NetAachen maßgeblich mitgestalten.

Der Grundstein wurde am 2. Januar 2009 gelegt. Als Joint Venture von NetCologne und der Aachener Accom startete NetAachen mit 60 Mitarbeitern, mittlerweile sind es 85. Dass die Anfangsphase durchaus auch mit Unsicherheiten verbunden war, gibt Schneider unumwunden zu. Heute sagt er nicht ohne Stolz: „Wir haben die Marke etabliert.“ Nicht zuletzt durch beliebte Events wie das Domspringen in Aachen sowie zahlreiche weitere Engagements im Sport- und Vereinsbereich habe man die Verbundenheit zur Region Aachen bewiesen. „Wir wollen kein anonymes Unternehmen, sondern Teil der Region sein“, betont Schneider.

Doch statt in Erinnerungen zu schwelgen, blickt Schneider sowieso lieber in die Zukunft. Deshalb stand am Donnerstag auch die offizielle Feier zum runden Geburtstag unter dem Motto „Bereit für die Zukunft“. Und die hat einige Herausforderungen zu bieten: Digitalisierung, Glasfaserausbau, kurzum: Breitband für jeden. Um das greifbar zu machen, hat das Team von Net­Aachen seine Gäste auf eine Zeitreise geschickt – ganz kurz in die Vergangenheit, ein bisschen in die Gegenwart und vor allem in die Zukunft. Während in einem Raum Net­Aachen-Mitarbeiter Marko Heusch veranschaulichte, wie hauchdünne Glasfaser zurechtgeschnitten und geschweißt wird, begaben sich die Freunde und Geschäftspartner des Unternehmens an anderer Stelle mit VR-Brillen ausgerüstet in virtuelle Realitäten. Wie können Unternehmen mit ihren Mitarbeitern per Videokonferenz einfach und intuitiv kommunizieren? Auch auf diese Fragen will NetAachen Antworten finden – und das am besten gemeinsam mit seinen Kunden.

Dass dafür zunächst noch die entsprechende Infrastruktur geschaffen werden muss, weiß Schneider nur zu gut. FTTH heißt das Stichwort – fibre to the home, also: Glasfaser bis zur Wohnung. NetAachen will die sogenannten weißen Flecken füllen. „Wir stecken viel Geld in die Erde“, sagt der Geschäftsführer. Schon jetzt sei die Stadt Aachen auf einem guten Weg. „20 Prozent der Gebäude sind bereits mit Glasfaser versorgt.“ Der Bundesdurchschnitt liege bei unter 10 Prozent. „Wir haben schon viel geschafft, aber es gibt auch noch viel tun.“

Wo Andreas Schneider diese Herausforderung angehen will, weiß er übrigens ganz genau. Nicht am Strand und nicht am Pool. Sondern auf jeden Fall in Aachen.

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