Eilendorf: Naß holt in Eilendorf den Vogel von der Stange

Eilendorf : Naß holt in Eilendorf den Vogel von der Stange

Die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Eilendorf feierte erst jetzt ihr Schützenfest und brach damit aus verschiedenen Gründen mit der Tradition, dieses Fest während der Pfingstfeiertage zu begehen. Der erste Schützenkönig am neuen Termin wurde Karlheinz Naß, der 2. Vorsitzende der Sebastianus-Schützen, der in einer wahren Hitzeschlacht das Königssilber für sich eroberte.

Am Samstag hatte auf dem Hof des Vereinshauses in der Nirmer Straße das Schützenfest mit dem Wettbewerb König der Könige begonnen, den nach langem Kampf Stefan Jüttemann für sich entschied. Das Schießen um den Damenpokal der Bruderschaft gewann Martina Rings, ehe es dann zum 40. Mal an das Ausschießen des Dorfkönigs ging. Der ist in diesem Jahr eine Dorfkönigin, Melanie Stenten setzte sich gegen harte Konkurrenz durch.

Der Sonntag begann mit einer Festmesse in St. Severin, die von Pastor Peter Pütz, dem Ehrenpräses der St. Sebastianus-Schützen, und dem Brüderpaar Pastor Peter Dückers und Pastor Stefan Dückers zelebriert wurde.

Danach stellte sich die Bruderschaft zum großen Festzug durch den Ort auf, bei dem sie von zwei Musikkapellen und allen Schützenbruderschaften des Bezirksverbands Stolberg, dem die Eilendorfer ja angehören, begleitet wurde. Großen Zuspruch fand das Königsspiel aus Schweilbach-Teut, das mit großem Aufgebot und einer beeindruckenden Fahnenschwenkergruppe in Eilendorf dabei war.

536 Schüsse waren nötig

Im Rahmen des Festzuges wurde die noch amtierende Königin der Bruderschaft, Susanne Kuckartz, zusammen mit ihrem Prinzgemahl Bernd daheim abgeholt und zum Vereinshof in der Nirmer Straße geleitet. Dort erwies sich der Vogel beim Königsvogelschuss als äußerst störrisch und weigerte sich trotz aller Bemühungen der Noch-Königin Susanne Kuckartz und ihrer sieben männlichen Konkurrenten ausein­anderzubrechen.

Schließlich hatte Karlheiz Naß das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite und holte mit dem 536. Schuss den Vogel herunter. Naß, dessen Anspannung sich in einem fulminanten Freudenschrei löste, ist erst seit drei Jahren Mitglied der Sebastianus Schützen, hat aber eine Würselener Schützenvergangenheit und war sogar schon Diözesankönig im Bistum Aachen.

In Anwesenheit von Ehrenpräses Peter Pütz und Vertretern befreundeter Schützenvereine nahm Brudermeister Bernd Kuckartz die Proklamation vor und legte Karlheinz Naß das kostbare Königssilber auf die Schultern.

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