Aachen: NAK konzipiert seinen Nachwuchs-Preis neu

Aachen : NAK konzipiert seinen Nachwuchs-Preis neu

Junge, vielversprechende Talente fördern und gleichzeitig Europa intensiver leben: Das sind die Ziele des Neuen Aachener Kunstvereins (NAK), der in diesem Sinne seinen „Preis für Junge Kunst“ neu überdacht hat. Ab sofort werden unter dem Titel „Junge Kunst — Euregio“ junge Künstler ausgewählt, die nach Meinung des NAK förderungswürdig sind.

Die „Auserwählten“ bekommen dann die Chance, ihre Arbeiten im NAK auszustellen und anschließend in einem Katalog zu präsentieren. „Das bringt Glanz in ihre Vita“, meint Werner Dohmen, erster Vorsitzender des NAK. Er ist überzeugt, dass das eine große Hilfe für die Künstler ist.

Nach geeigneten Kandidaten sehen sich die Verantwortlichen selbst um. „Unsere Kontakte zu den Kunstakademien in Maastricht oder Lüttich werden dabei sehr hilfreich sein“, ist Maurice Funken, Leiter des NAK überzeugt. Und schließlich ist der Kunstverein auch Mitglied bei „Very Contemporary“, einem Zusammenschluss euregionaler Institutionen. Auch das wird nach Meinung aller Beteiligten helfen, den euregionalen Gedanken der Präsentationen zu unterstreichen.

Die Stawag wird die Förderung junger Talente auch in dieser neuen Form sponsern. „Wir sind dem Gemeinwohl verpflichtet und unterstützen diese Initiative sehr gern, zumal sie ohne ehrenamtliches Engagement gar nicht möglich wäre“, sagt Christian Becker, Vorstand Stawag. „Und auch das alte Projekt war sehr gut“, ergänzt er noch.

Damals haben sich junge Künstler (unter 40 Jahren) beim NAK für einen ausgelobten Kunstpreis beworben. Eine Jury hat dann die Preisträger ausgewählt. In der dritten Ausschreibung vor zwei Jahren gewannen beispielsweise Johann Arens und Carolin Lange diesen Preis. Sie bekamen auch ein Preisgeld, in Zukunft wird es das allerdings nicht mehr geben.

Der Schwerpunkt liegt auf der Ausstellung und dem Katalog, die nach Meinung des NAK in höchstem Maße wichtig für die Außendarstellung eines Künstlers sind. „Bis so ein Katalog erscheinen kann, werden allerdings jeweils bis zu zwei Jahre ins Land gehen“, sagt Dohmen. Solange braucht es erfahrungsgemäß, bis er konzipiert und gedruckt ist.

Ausstellung im September

Dank der Unterstützung der Stawag sollen auf diese Weise in jedem Jahr ein oder eventuell zwei Künstler gefördert werden. „Wir haben bereits einen kleinen Kreis von möglichen Kandidaten“, sagt Maurice Funken. Aber darüber hinaus will der NAK noch nichts verraten, und die endgültige Entscheidung sei auch noch nicht gefallen. Die erste Ausstellung unter den neuen Vorzeichen ist für September geplant.

Der NAK wurde 1986 gegründet und hat sein Domizil in den ehemaligen Räumlichkeiten des Grünflächenamts im Stadtpark. Er will flexibel, zeitnah und unbürokratisch auf die neuesten künstlerischen Entwicklungen eingehen und sich aktiv dafür engagieren. Die jungen Künstler liegen dem Verein seit jeher ganz besonders am Herzen.

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