Aachen: Nagelneues Räumfahrzeug brennt lichterloh

Aachen: Nagelneues Räumfahrzeug brennt lichterloh

Ein Jammer: Eine nahezu nagelneue Räum-Maschine des Aachener Stadtbetriebs ist am Freitagmorgen in Flammen aufgegangen und komplett ausgebrannt. Die gute Nachricht: Dem Fahrer ist nichts passiert, er blieb unverletzt und kam mit dem Schrecken davon. Die schlechte: Das Fahrzeug hat die Stadt erst im August schlappe 175.000 Euro gekostet, hat jetzt aber maximal noch Schrottwert.

Über die Gründe der spontanen Selbstentzündung des Gerätes, das nach Auskunft der Stadt im offiziell-amtlichen Sprachgebrauch Winterdienstkleinfahrzeug genannt wird, wird noch gerätselt.

Man gehe aber davon aus, dass der Schaden seitens des Herstellers „im Rahmen der Gewährleistung” getragen werden müsse, hieß es seitens der Stadt.

Piep, Piep, Piiiep

Dabei ist es, so könnte man das im Nachhinein sagen, quasi mit Ankündigung zu dem Zwischenfall gekommen.

Am Morgen war der Mann, der das Gerät fährt und damit Gehwege in Parks, auf Friedhöfen und Bürgersteige von Dreck und Schneematsch reinigt, noch auf einem Friedhof unterwegs gewesen.

Weil der 175.000-Euro-Bolide allerdings irgendwann anfing, beständig zu piepen, beschloss er umzukehren. Und fuhr zurück zum Betriebsgelände des Stadtbetriebs am Madrider Ring, auf direktem Weg in die Werkstatt. Dort wurde der kommunal-orange Räumer fachmännisch überprüft.

Da keine Fehleranzeigen leuchteten und auch sonst alles in Ordnung schien, das Gerät aber fröhlich weiterpiepte, wies man den Fahrer an, zum Vertragshändler für diese Geräte zu fahren - ein Fachbetrieb in Schleckheim.

Auf der Fahrt gen Schleckheim, sie führte den Fahrer über den Gehweg der Monschauer Straße, muss dem Mann wohl mulmig geworden sein: Das Winterdienstkleinfahrzeug erhöhte die Piepfrequenz, und zu allem Überfluss fing es auch noch an zu stinken. Der Fahrer stieg aus, um nachzusehen. Da war es dann aber auch schon zu spät.

Die Feuerwehr, die um 10 Uhr alarmiert wurde, rückte mit fünf Wehrleuten aus. Die hatten das 175.000-Euro-Feuer ruckzuck gelöscht. Trotzdem kam es vor den, während der und nach den Löscharbeiten zu gehörigen Behinderungen im Straßenverkehr auf der Monschauer Straße.

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