Aachen: Nachhilfe für die kleinen Flieger

Aachen: Nachhilfe für die kleinen Flieger

Schnelligkeit, Kraft, Koordination: Beim Stabhochsprung muss alles zusammenpassen, um die Latte in mehreren Metern Höhe zu überwinden.

Im Vorfeld des NetAachen-Domspringens am kommenden Mittwoch, 5. September, brachte der niederländische Stabhochspringer Wout van Wengerden rund 70 jungen Kindern der Leichtahtletik-Abteilung von Alemannia Aachen und aus Sittard im Aachener Waldstadion die anspruchsvollste Disziplin der Leichtathletik näher.

„Das Domspringen war für mich persönlich immer ein absoluter Höhepunkt. In diesem Jahr kann ich allerdings nicht teilnehmen. Daher ist es umso schöner, wenigstens in dieser Form irgendwie dabei sein zu können”, erklärt der aktuelle niederländische Meister. „Ich hätte nie gedacht, dass es mir so viel Spaß machen würde, den Kindern diese tolle Sportart zu zeigen”, so der 25-Jährige.

An vier verschiedenen Stationen übt der Niederländer mit den acht- bis zwölfjährigen Kindern die Grundlagen für die anspruchsvolle Disziplin. Laufen, Springen, Körperbeherrschung. Jede Station verlangt den Kindern etwas anderes ab. „Stabhochsprung erfordert viele Fertigkeiten. Schnelligkeit, Kraft, Konzentration. Man muss sehr vielseitig sein und hart trainieren, um einmal über große Höhe springen zu können”, spricht van Wengerden aus eigener Erfahrung. All das steht der achtjährigen Lissie vielleicht noch bevor. „Es macht total viel Spaß. An einer Station konnten wir sogar schon mit einem Stab über ein Band springen. Man fliegt dann richtig”, berichtet die junge Leichtathletin begeistert.

Die Idee zu der Trainingseinheit entstand bereits vor einigen Jahren durch die Kooperation zum niederländischen Stabhochsprungverband. Seitdem finden regelmäßig im Vorfeld des Domspringens Trainingsveranstaltungen mit Kindern statt. Die Verpflichtung von Wout van Wengerden kam durch die Verbindung zwischen van Wengerden und dem Organisator des NetAachen-Domspringens, Michael Leers zustande.

„Wout nahm mehrere Male beim Domspringen teil und war ein absoluter Publikumsliebling. Er kann super mit den Kindern umgehen und ist dafür genau der richtige Mann”, schildert Leers. Ziel ist es, irgendwann einmal einen Teilnehmer der Alemannia beim Domspringen stellen zu können. „Das ist heute ein großer Schritt in die richtige Richtung”, sagt der Organisator und verweist auf das tolle Wetter und die große Begeisterung bei den Kindern.

Richtige Wettkampfsprünge

Neben dem eigenen Training gab es aber auch noch richtige Wettkampfsprünge für die Nachwuchsspringer zu bestaunen. In Form eines Showwettkamfes traten mehrere talentierte Stabhochspringer der Region an. Die beiden Sieger aus der Herren- und Damenkonkurrenz dürfen zur Belohnung beim Großereignis auf dem Aachener Katschhof nächste Woche starten.

Da wäre Wout van Wengerden auch gerne wieder dabei. „Leider haben mich zahlreiche Verletzungen immer wieder zurückgeworfen. Jetzt beende ich erst einmal mein Studium”, erklärt der Niederländer mit etwas Wehmut. „Aber wer weiß. Ich liebe diese Sportart”, macht er ein wenig Hoffnung auf ein baldiges Comeback.

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