Nach Sturmtief "Sabine" kehrt langsam wieder Normalität in Aachen ein

Müllwerker hinken hinterher : Der Tierpark bleibt länger geschlossen

Nachdem das Sturmtief „Sabine“ die Stadt heimgesucht hat, bleibt die Wetterlage in Aachen weiter wechselhaft. Während im öffentlichen Dienst wieder Normalität einkehrt, bleibt der Tierpark allerdings noch bis Samstag geschlossen.

Für die Aufräumarbeiten benötige das Tierpark-Team doch mehr Zeit, um die durch den Sturm verursachten schweren Schäden zu beheben, teilte Zoodirektor Wolfram Graf-Rudolf am Dienstagnachmittag mit. Ursprünglich wollte der Zoo an der Oberen Drimbornstraße am Mittwoch wieder öffnen, nachdem dort mehrere Bäume umgefallen waren. Nun wird die Öffnung auf Samstag verschoben. „Das Team und circa 800 tierische Freunde freuen sich ab Samstag wieder auf die Besucher“, teilte Graf-Rudolf mit.

Das Sturmtief hatte der Feuerwehr und den vielen weiteren städtischen Einsatzkräften bis Dienstagmorgen reichlich Arbeit beschert. Zu schwerwiegenden Einsätzen und Verletzten ist es nach Mitteilung des städtischen Presseamtes jedoch nicht gekommen. In der Nacht zum Dienstag hatte ein Baum, der bei Laurensberg in die Oberleitung der Bahnstrecke gestürzt war, noch einmal für einen größeren Einsatz gesorgt. Inzwischen hat die Feuerwehr auf den Wachen und in der Leitstelle wieder den Regelbetrieb aufgenommen.

Zwei Friedhöfe sind wieder offen

Auch die Müllabfuhr arbeitet wieder. Allerdings hinken die städtischen Müllwerker wegen des ausgefallenen Montags einen Tag hinter ihrem normalen Zeitplan hinterher. So verschieben sich alle weiteren Termine bis Samstag um einen Tag.

Die Baumkolonne des Stadtbetriebs ist derzeit dabei, Spielplätze, Schulhöfe, Kindergartengelände und Sportplätze mit Hochdruck zu kontrollieren. Aktuell gilt für Sportplätze noch die Sperrung bis einschließlich Mittwoch. Bis mindestens zum kommenden Montag bleiben auch der Waldfriedhof und der Friedhof Lintert gesperrt. Der hohe Baumbestand dort und die entstandenen Schäden machten eine früher Öffnung unmöglich, heißt es aus dem Presseamt. Bereits wieder zugänglich sind hingegen die Friedhöfe Hüls und West. „Die übrigen werden in den nächsten Tagen kontrolliert“, teilt Stadtsprecher Bernd Büttgens mit, „und dann wieder geöffnet.“

Davon abgesehen bittet die Stadt alle Bürgerinnen und Bürger, die im Freien unterwegs sind, nach wie vor um besondere Vorsicht. Wälder und Parks seien zu meiden. Die Stadt rät zudem davon ab, bei der weiterhin stürmischen Wetterlage die städtischen Spielplätze zu besuchen.

Insgesamt hatte die Leitstelle nach Mitteilung des Presseamtes über den Zeitraum der gesamten Wetterlage in der Städteregion 719 sturmbedingte Einsätze gezählt, 277 davon in Aachen.

(hr)