Aachen: Nach der Tour: Die Gitter sind weg, die Erfahrungen sollen bleiben

Aachen : Nach der Tour: Die Gitter sind weg, die Erfahrungen sollen bleiben

Nicht nur die Radfahrer waren flott in Aachen unterwegs am Sonntag, auch der Stadtbetrieb legte nach der Durchfahrt der Tour de France ein ordentliches Tempo an den Tag.

Um 17 Uhr habe der Rückbau der Absperrungen begonnen, teilt Stadtsprecher Bernd Büttgens am Tag danach mit. „Und schon um 18 Uhr waren sämtliche rot-weißen Absperrbaken weggeräumt. Bis 20 Uhr waren dann auch alle Drängelgitter wieder weg“, zählt Büttgens auf. „Das hat uns sogar selbst ein bisschen überrascht, dass das so schnell ging.“

Im Stadtbild noch präsent sind allerdings die Halteverbotsschilder, „die werden in den nächsten Tagen eingesammelt“, kündigt der Stadtsprecher an, von einer Firma aus Köln, die sie der Stadt auch zur Verfügung gestellt habe.

Die Schilder sind also bald wieder weg. Bleibt die Frage, was denn sonst von der Tour bleibt in Aachen? Da fallen Büttgens und seinem Chef, Oberbürgermeister Marcel Philipp, natürlich zu allererst die Fernsehbilder aus Aachen ein. Die konnte der OB am Sonntag ja quasi in Echtzeit bewerten. Denn als am Sonntagnachmittag das Peloton über den Markt sauste, lief auf der Großbildleinwand die ARD-Livesendung. „Die Bilder, die aus Aachen in die Welt gegangen sind, sind von hohem Wert“, sagte Philipp anschließend.

Dom und Streetscooter

20 Minuten erzählte ARD-Moderator Florian Naß über Aachen. Geschichte und Gegenwart, der Dom und der Streetscooter, die Studenten, der Karlspreis und der CHIO waren die Themen. „Da kamen richtig viel Informationen von Aachen rüber“, bilanziert Bernd Büttgens am Montag, räumt aber gleichzeitig ein: „Gegenrechnen kann man so eine Übertragung sicher nicht.“

Eine solche Berichterstattung transportiere ein positives Image von Aachen, und das wirke bei den Leuten, die die Bilder und Informationen via Bildschirm mitbekommen haben, unterbewusst nach, so Büttgens. Unmittelbar auf die Übernachtungszahlen werde sich das sicher nicht auswirken, „aber es ist ja auch nicht so, dass wir im Tourismus ein Problem haben“, sagt Bernd Büttgens.

Nachwirkungen wird die Tour aber auch innerhalb der Stadtverwaltung haben. Zunächst einmal ganz konkret, wenn OB Philipp die Nachbesprechung aller beteiligten Fachbereiche und Institutionen wie Polizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk oder Verkehrskadetten am morgigen Mittwoch zu einem großen Dankeschön nutzen möchte. „Dabei schauen wir uns auch noch einmal die ARD-Übertragung über Aachen an“, kündigt Büttgens an.

Aber auch von der Organisationsform her, so Büttgens, „mit einem Koordinator wie André Schnitker an der Spitze, der alle beteiligten Gewerke unter einen Hut bringt“ werde man die Tour sicher noch einmal analysieren. „Wer weiß, vielleicht können wir bei künftigen Großereignissen hier in der Stadt ja davon lernen“, hofft der Stadtsprecher.

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