Aachen: Nach der brutalen Attacke: SEK stürmt drei Wohnungen

Aachen: Nach der brutalen Attacke: SEK stürmt drei Wohnungen

Nach der brutalen Attacke vom Sonntagabend auf zwei Männer im Bereich Jülicher Straße/Metzgerstraße sind am Montagabend drei Wohnungen durchsucht wurden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft rückten Spezialeinheiten unter anderem aus Köln an, um gegen 21 Uhr drei Wohnungen in der Innenstadt zu stürmen.

Sprecher Dr. Jost Schützeberg begründet die Anreise der SEK-Teams so: „Wir haben eine erhöhte Gefahrenlage erwartet, die sich nicht bewahrheitet hat.“ Mehrere Personen seien überprüft worden, eine Festnahme sei allerdings nicht erfolgt. Bei der Blitzaktion sei allerdings Beweismittel sichergestellt worden. Weitere Auskünfte wollte der Staatsanwalt nicht erteilen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.

Am Montagabend war die Polizei gegen 21.15 Uhr von Anwohnern informiert worden, weil zwei 21 und 34 Jahre alte Männer mit Baseballschlägern brutal angegriffen wurden, auch ein Schuss wurde gemeldet. Die Opfer hatten sich nach Informationen der „Nachrichten“ Essen in einer Imbissstube geholt, sie waren zu Fuß in Richtung Haaren unterwegs. Sie erlitten durch die Attacke schwere Verletzungen im Bereich des Oberkörpers und Kopfs und wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Täter flohen in mehreren Fahrzeugen in verschiedene Richtungen.

Im selben Bereich der Jülicher Straße war es Mitte letzten Jahres schon einmal zu einem aufsehenerregenden Angriff gekommen. Auf eine Gruppe wurden am 17. Juni 2013 an der Ecke Metzgerstraße/Feldstraße aus einem Fahrzeug zahlreiche Schüsse abgegeben. Deswegen stehen zurzeit drei junge Männer zwischen 24 und 36 Jahren vor Gericht, denen versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen wird.

Sie hätten sich entschlossen, eine Familie zu töten, lautet der Anklagevorwurf. Zwei Opfer kamen damals mit Streifschüssen an den Beinen davon. Beobachter gingen seinerzeit von einer Auseinandersetzung im Türstehermilieu aus, zwei Männer waren kurz nach der Tat gefasst worden..

Ob die Attacke am Sonntag mit diesem Fall zu tun hat, dazu konnte Staatsanwalt Schützeberg am Dienstag nicht viel sagen: „Man kann noch keine Zusammenhänge feststellen. Dazu haben wir keine Erkenntnisse.“

(hau)
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