Aachen: Nach dem Gasalarm dauert die Ursachenforschung an

Aachen: Nach dem Gasalarm dauert die Ursachenforschung an

Die Ursachenforschung für den Gasaustritt auf dem Philipsgelände dauerte am Mittwoch, einen Tag nach dem Großeinsatz der Feuerwehr im Industriepark Rothe Erde, an.

Unterdessen erklärte Philips-Werkleiter Karl Spekl, dass der Einsatz nicht so dramatisch gewesen sei, wie es am Dienstag nach außen hin schien. Das Prozessgas aus der Gruppe der sogenannten Silane sei nur in sehr niedriger Konzentration ausgetreten. Eine Gefahr habe weder für die Mitarbeiter, noch für das Umfeld bestanden.

Wie berichtet, rückte die Feuerwehr am Dienstag kurz nach 20 Uhr mit großem Aufgebot zur Philipsstraße aus, nachdem dort ein automatischer Gasmelder angesprochen hatte. Die Rettungskräfte fuhren mit mehreren Zügen und Spezialfahrzeugen vor und ließen vorsorglich den betroffenen Produktionsbereich evakuieren. Zu Messzwecken wurde ein Trupp mit Atemschutz eingesetzt. Nach Angaben der Feuerwehr wurden jedoch keine Konzentrationen gemessen, von denen eine Gefahr ausgehe. Kurz vor Mitternacht konnte die Feuerwehr wieder abrücken.

Spekl lobte am Mittwoch das „sehr kompetente und professionelle” Vorgehen der Aachener Feuerwehr, die weiterhin an der Ursachenforschung auf dem Gelände beteiligt ist. Das Prozessgas soll für die Fertigung von Leuchtmittel eingesetzt werden und wurde möglicherweise beim Aufbau einer neuen Produktionsanlage freigesetzt. Denkbar sei aber auch, dass der Gasdetektor fehlerhaft angeschlagen habe.

Die neue Anlage wurde vorerst wieder abgeschaltet. Einen Produktionsausfall gebe es laut Spekl nicht. Verletzt wurde niemand.

Silane werden vielfach für die industrielle Fertigung benötigt. Bei einer Freisetzung gelten sie als hoch explosiv.

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