Aachen: Mutter hilft Sohn aus der Patsche

Aachen: Mutter hilft Sohn aus der Patsche

Wer, wenn nicht die eigene Mutter sollte einem Sohn helfen, der — wenn auch selbstverschuldet — in Not geraten ist. Diese Erfahrung haben nämlich die Beamten der Bundespolizeiinspektion Aachen am frühen Dienstagmorgen gemacht.

Zuvor war ihnen gegen 0.35 Uhr ein 25-jähriger Niederländer gegen 0.35 Uhr auf der Autobahn 4 ins Netz gegangen, der von der Staatsanwaltschaft Aachen gesucht wurde. Das Amtsgericht Aachen hatte den Mann 2012 wegen Diebstahls in einem besonders schweren Fall zu 3600 Euro Geldstrafe, ersatzweise zu 180 Tagen Haft verurteilt. Er selbst hatte das Geld allerdings nicht, um die drohende Haftstrafe abzuwenden.

Ein Anruf bei seiner Mutter und eine lange Diskussion über seine Strafe erweichten schließlich das Mutterherz. Sie überwies letztlich den Betrag für die geforderte Geldstrafe und der junge Mann konnte die Dienststelle als freier Mann verlassen.

Bereits wenige Stunden zuvor hatten die Aachener Bundespolizisten einen weiteren Haftbefehl vollstreckt. Am Montag gegen 15.45 Uhr kontrollierte eine Streife der Bundespolizei am Aachener Hauptbahnhof einen 39-jährigen Briten, der zuvor mit einem grenzüberschreitenden Fernreisezug aus Belgien kommend eingereist war.

Die Überprüfung ergab, dass der Brite durch einen in Österreich ausgestellten europäischen Haftbefehl wegen verschiedener Eigentumsdelikte gesucht wird. Er wurde festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. In den nächsten soll die Auslieferung an Österreich erfolgen.

(hr)