Aachen: Musikschule: SPD will Festanstellung für Honorarkräfte

Aachen: Musikschule: SPD will Festanstellung für Honorarkräfte

Die Aachener SPD-Fraktion macht sich für die Honorarkräfte bei der städtischen Musikschule stark. In einer Pressemitteilung fordert sie die stufenweise Eingliederung der Betroffenen — unter Berücksichtigung sozialer Kriterien und auf Basis des Tarifgehalts im öffentlichen Dienst.

Seit einigen Jahren habe sich das Verhältnis von fest angestellten Lehrkräften und solchen auf Honorarbasis so verändert, schreibt die SPD, dass es deutlich mehr Honorarkräfte gebe. „Die Honorarkräfte befinden sich in einem ungeschützten Arbeitsverhältnis und können jederzeit gekündigt werden“, erklärt Sibylle Reuß, kulturpolitische Sprecherin der SPD. Das sei für die Betroffenen sehr unzufriedenstellend.

Aber auch für die Musikschule selbst ergeben sich laut Reuß und Bürgermeister sowie OB-Kandidat Björn Jansen große Probleme. Da Lehrerinnen und Lehrer, die auf Honorarbasis bezahlt werden, sich jederzeit beruflich umorientieren könnten, sei die Situation für die Schule ebenfalls unsicher. Obendrein würden administrative Aufgaben vor allem von Festangestellten erledigt, da diese in den Honorarverträgen nicht vorgesehen seien.

Björn Jansen schlägt deshalb vor, Aachen solle sich ein Beispiel an der Stadt Mönchengladbach nehmen: Sie habe die Probleme erkannt und „schränkt die Anzahl der Honorarkräfte erheblich ein.“ Zwar könne auf Honorarkräfte nicht ganz verzichtet werden, so Jansen, aber „die derzeit geübte Praxis ist sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für die Beschäftigten nicht tragbar.“

(maf)
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