Aachen: Musikalische Begegnung der besonderen Jazz-Art

Aachen : Musikalische Begegnung der besonderen Jazz-Art

Wenn die Biergartensaison beginnt, geht die Konzertsaison zu Ende — so ist es seit vielen Jahren im Dumont. Und da das Wetter bereits das eine oder andere kühle Getränk im Freien erlaubt, müssen die Live-Musik-Fans tapfer sein. Mit der Jens Düppe - Bearzatti Group endet nämlich vorerst die Konzertsaison am kommenden Sonntag, 4. Mai, im Dumont — mit einem Jazz-Leckerbissen.

Musikexperten sind sich einig: Der Saxofonist Francesco Bearzatti ist zurzeit neben Stefano Bollani einer der international erfolgreichsten Jazzmusiker aus Italien, vielfach auszeichnet und preisgekrönt. Unter anderem erhielt er den Preis für den besten europäischen Musiker der Academie du Jazz im Jahr 2011. Er wirkte in seiner Karriere bereits in vielen Formationen mit und ganz nebenbei ist Francesco Bearzatti gut mit dem Kölner Jazz-Schlagzeuger Jens Düppe befreundet.

... Jazz-Schlagzeuger Jens Düppe aus Köln und Band am Sonntag im Dumont. Foto: Gerhard Richter

Dieser schöpft beim Komponieren aus einem reichen musikalischen Erfahrungsschatz. Ob er mit dem Goethe-Institut durch Afrika und Australien tourt, mit dem Luxemburger Vibrafonisten Pascal Schumacher durch Asien und Amerika oder mit der estnischen Sängerin Siiri Sisask durch Skandinavien, er ist immer offen für jede Art von Musik, für Klänge und musikalische Begegnungen.

„Wir wurden einander von unserem gemeinsamen italienischen Freund und Kontrabassisten Mauro Gargano nach einem Konzert in Paris vorgestellt und verabredeten uns für den nächsten Tag, um zusammen zu spielen. Wir beschlossen sofort, etwas zusammen auf die Beine zu stellen“, erklärt Jens Düppe.

Einen Teil dieser Zusammenarbeit können die Zuhörer nun am Sonntag um 20.30 Uhr erleben: Gemeinsam mit dem Gitarristen Norbert Scholly und Dietmar Fuhr am Bass schaffen die vier eine Musik, die in vielen Farben schillert und immer von neuem überrascht.

„Die Musik und Kompositionen sind frisch und unverkopft, solide und doch — wir sind schließlich Europäer — kreativ im Umgang mit unseren erlernten musikalischen Wurzeln, dem amerikanischen Jazz der 50er und 60er“, beschreibt der Schlagzeuger die Musik. Gespielt werden vorwiegend Originals aller Musiker im Quartett.

Ins Dumont kommt Jens Düppe immer wieder gerne. Er hat dort schon häufiger gespielt und sagt: „Das Besondere am Dumont ist der Chef Armin Burke und seine Vision, Weltklasse nach Aachen zu holen. Ein Blick ins Programm zeigt seine Ambitionen. Außerdem spürt man auf der Bühne eine besondere Aufmerksamkeit und Herzlichkeit des Publikums, das normalerweise mindestens 70 Kilometer nach Köln, oder 150 nach Brüssel fahren müsste, um einen Jazzclub mit Musik auf solchem Niveau zu erleben. Ich fühle mich hier immer sehr wohl.“

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