Aachen: Musik hilft im Kampf gegen Kinderlähmung

Aachen: Musik hilft im Kampf gegen Kinderlähmung

„Es ist ein tolles Projekt, bei dem man mit wenig viel erreichen kann“, meint Dr. Martin Gerth, Vizepräsident des Rotary Clubs Aachen-Frankenburg. Gemeinsam mit Präsident Dr. Hans H. Kasten freut er sich über den regen Zuspruch, den das diesjährige Benefizkonzert im Luisenhospital zugunsten des Kampfes gegen die Kinderlähmung fand.

„Eine Ampulle Impfstoff kostet nur einen Euro“, sagt Kasten. Mit dem Erlös des Konzerts können demnach zwischen 3000 und 4000 Kinder in Ländern wie Pakistan, Afghanistan, Nigeria und Indien geimpft werden. Die Rotary Clubs Aachen-Frankenburg und Aachen wollen so ihrem Ziel, auch noch die letzten Länder der Welt von der Kinderlähmung zu befreien, ein gutes Stück näher kommen. Bis 2018 soll die Krankheit gänzlich verschwunden sein.

Kinderlähmung, oder auch Polio, ist eine von Viren ausgelöste, ansteckende Infektionskrankheit der Nervenzellen des Rückenmarks. Dabei kann es zur Lähmung von Muskeln oder ganzer Muskelgruppen kommen. Der beste Schutz gegen eine Infektion ist eine vorbeugende Impfung.

Unterstützung bei ihrem Kampf gegen Polio fanden die Rotary Clubs bei der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Dessen geschäftsführender Direktor, Professor Herbert Görtz, gestaltete mit drei seiner Studenten das Programm des Benefizkonzerts, bei dem ein anspruchsvolles Programm mit Werken von Schumann, Chopin, Ravel und Franck geboten wurde.

Stipendium für Klavierstudentin

Die Klavierstudentin Anke Pan kann sich zudem über ein Stipendium freuen, das der Rotary Club Aachen-Frankenburg am selben Abend vergab. Anke Pan stammt aus Mühlheim an der Ruhr und ist 20 Jahre alt. Mit sieben Jahren gab sie ihr erstes Konzert, und sie gewann bereits mehrere Preise unter anderem beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“.