Aachen: Multikultifest im Kennedypark: Die bunte Vielfalt prägt das Fest

Aachen : Multikultifest im Kennedypark: Die bunte Vielfalt prägt das Fest

Das internationale Flair das Aachen ausmacht, die vielen verschiedenen Kulturen, ihre Musik, ihre Tänze und ihre Speisen — all das ist erlebbar beim alljährlichen Multikultifest. Bereits zum 18. Mal steigt die Veranstaltung mit einer Mischung aus vielen verschiedenen Unterhaltungsangeboten und kulinarischen Erlebnissen am Sonntag, 9. Juli, im Kennedypark. Gefeiert wird von 12 bis 19 Uhr.

Neben dem Bühnenprogramm besteht vor allem viel Raum zum Kennenlernen und Austausch. Jörg Lindemann, Elisabeth Geusen, Marie-Jose Dassen, Bich Ngoc Huynh und Reiner Bertrand sind die Organisatoren, die mit viel Herzblut hinter der Veranstaltung stehen.

„Gemeinsam feiern steht im Vordergrund, es geht darum, dass sich die Vereine, Bürgergruppen oder Einrichtungen in kultureller Hinsicht präsentieren. Die Politik sollen sie dabei aus dem Spiel lassen“, erklärt der Vorsitzende vom Verein zur Förderung des Multikultifestes, Jörg Lindemann. Um die schönen Seiten ihrer jeweiligen Kultur und des Heimatlandes zu zeigen, können die Teilnehmer entweder landestypische Köstlichkeiten anbieten oder einen Beitrag zur Unterhaltung leisten.

„Weit mehr als 3000 Personen, die das Fest jedes Jahr besuchen, rund 50 Stände und 40 Gruppen auf zwei Bühnen verleihen dem Fest im Ostviertel 2017 einen besonderen Glanz weit über die Stadtteilgrenzen hinaus“, erklärt Multikultifest-Geschäftsführer Reiner Bertrand, zugleich Geschäftsführer der Deutsch-Türkischen Gesellschaft Eurotürk.

Ein buntes Bild ist das Ziel am Festtag. Und damit möchten die Veranstalter nachhaltige Zeichen setzen gegen Intoleranz und Hass und für ein offenes Aachen. „Eine multikulturelle Gesellschaft braucht eine offene Gesellschaft. Das sowie Freiheit und Toleranz sind Werte, die wir wie die Demokratie verteidigen müssen“, erläutert Lindemann die Idee, die hinter dem Fest steht.

Man müsse die Vielfalt bejahen, denn man merke, dass sich im Land gerade etwas verändert. „Das Fest stärkt den Zusammenhalt und das Wir-Gefühl“, freut sich Lindemann über die positive Resonanz der Besucher der vergangenen Jahre.

Altbewährt ist, dass sich viele verschiedene Vereine mit Ständen präsentieren. Konstanten im Bühnenprogramm sind Eva Vleek mit den Kindern der Grundschule Düppelstraße und Karima el Barkani mit ihrer Bauchtanzgruppe.

Neu dabei sind der Bürgerchor Aachen, der um 12 Uhr den Anfang macht. Darüber hinaus präsentieren sich erstmalig beim Multikultifest Koma Arin mit kurdischer Musik, die Gruppe „Da Musica“ und das von der Verleihung der Karlsmedaille bekannte Duo Gypsi Tabor und Roger Moreno sowie Rapper Vivien Gaston, ein junger Flüchtling aus Afrika. „Allein diese Beispiele machen das breite Spektrum deutlich“, erklärt die für die Bühnen verantwortliche stellvertretende Vereinsvorsitzende Marie-José Dassen,

Musik, Tanz und Gesang werden wieder auf der Kennedypark-Bühne und auf einer zweiten Bühne dargeboten. Neu ist nämlich die Kooperation mit der Stiftung Jürgen Kutsch. Im Rahmen des 18. Multikultifestes finden daher ab 15 Uhr auf der Hauptbühne die 22. Parkgespräche statt. Höhepunkt des Programms sind Farah Rieli und ihre achtköpfige Band „the famous Funky Python“. „Währenddessen veranstalten wir das insgesamt vierte Picknick im Park“, erklärt Jürgen Kutsch.

Auch ein Sportangebot und Aktivitäten für Kinder und Jugendliche gehören zum Programm. Unter anderem stellen sich die Macher der „Bewegten Pause“ im Kennedypark vor.

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