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Aachen: Motto des 30. Aachener Weltfestes: „Unser Name ist Mensch“

Aachen : Motto des 30. Aachener Weltfestes: „Unser Name ist Mensch“

Mensch-Sein, das ist allen auf der Welt gemeinsam. Und dieses Gemeinsame begründet einen Anspruch auf Gleichberechtigung. Dieser Anspruch auf gleichberechtigtes Mensch-Sein ist ein Menschenrecht und aufgrund seiner besonderen Bedeutung das Motto des 30. Aachener Weltfestes.

Unter dem Leitwort „Unser Name ist Mensch“ bietet das Eine-Welt-Forum Aachen am Samstag, 2. Juli, im Welthaus An der Schanz ein buntes Informations- und Unterhaltungsprogramm sowie ein Rahmenprogramm an. „Wie jedes Jahr möchten wir die Arbeit der Eine-Welt-Gruppen in den Mittelpunkt stellen und bereits bestehende Vernetzungen ausbauen“, erklärt Mona Pursey, Koordinatorin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit.

In 30 Jahren habe es bislang insgesamt 12.000 Besucher, 100 Veranstaltungen im Rahmenprogramm, 150 Auftritte und 700 Aussteller gegeben. „Das ist schon eine Nummer“, lobt Mona Pursey die Arbeit ihrer vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie den Einsatz der Praktikantinnen Julia Paltian, Yasmin Khalil und Annika Tritsch.

Auch weiterhin wolle man die Bürger begeistern für die Arbeit und die Ziele, die hinter der Arbeit des Eine Welt Forums stecken. „Es geht uns um internationale Solidarität. Auf einer großen Weltkarte können zum Beispiel alle ihren Herkunftsort markieren. So soll Aachen zum Nabel der Welt werden. Wir laden die Welt an diesem Tag ein“, erklärt Pursey eine der Ideen.

Das Fest unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Marcel Philipp bietet auch viel Livemusik auf der Bühne, zum Beispiel das „Puddinghaut-Sündikat“ ab 18 Uhr und Prinz Mu Lemmingo ab 18.45 Uhr. Bürgermeisterin Hilde Scheidt hat für die offizielle Begrüßung gegen 13.45 Uhr erneut ihr Kommen zugesagt. Mehr als 30 Gruppen und Vereine informieren über ihre Arbeit und ihre Projekte.

Eine Ausstellung zeigt einen Rückblick auf 30 Jahre Weltfest mit Plakaten zu den Themen: Gerechtigkeit, die Welt im Wandel, Verantwortung für die Zukunft, Wege zum guten Leben, und nicht zuletzt ganz aktuell zu „Unser Name ist Mensch“. Es gibt einen Trommelworkshop und die Möglichkeit, einmal vegane Küche zu probieren.

Das Rahmenprogramm beginnt bereits am Samstag, 18. Juni, um 18 Uhr mit einer Lesung von Bahman Nirumand in der Katholischen Hochschulgemeinde. „Es geht auch um tagespolitische Fragen und die aktuelle gesellschaftliche Situation“, erklärt Weltfest-Koordinatorin Sabine Reimann. Aus der Autobiografie des Referenten lasse sich nicht nur einiges über das Leben in zwei Kulturen lernen, sie zeige auch erhellend, wie sich in der Auseinandersetzung mit deutscher und iranischer Politik und Gesellschaft Ideale und Überzeugungen ändern.

Nirumand kam als Schüler nach Deutschland, engagierte sich gegen den Schah, begeisterte sich für die 68er und die iranische Revolution, um sich rückblickend wieder zu distanzieren. „So kann man sich in die Situation Ankommender hineinversetzen, einen Perspektivwechsel erleben und den geflüchteten Menschen mit anderem Blick begegnen“, verdeutlicht Eine-Welt-Vorstandsmitglied Jürgen Jansen.

Ebenfalls im Rahmenprogramm startet am 18. Juni ein kostenfreier Theaterworkshop für Kinder und Erwachsene mit Tina Kukovic-Ulfik, in dem man sich dem Motto des Weltfestes schauspielerisch annähern kann. Am Samstag, 9. Juli, bildet der Auftritt des politischen Kabaretts „Muita merda“ um 19 Uhr im Welthaus einen weiteren Höhepunkt zum Ende des Rahmenprogramms.

Das 30. Aachener Weltfest findet am Samstag, 2. Juli, von 14 bis 21 Uhr im Welthaus An der Schanz 1 statt. Es gibt einen Informationsmarkt auf dem Parkplatz, eine Cocktailbar und Essen aus allen Ecken der Welt. Der Eintritt ist frei.