Aachen: Monschauer Straße: Der große Schlagabtausch bleibt aus

Aachen : Monschauer Straße: Der große Schlagabtausch bleibt aus

Der große Schlagabtausch blieb aus. Über den Ausbau der Monschauer Straße hat die CDU-Fraktion am Montag keinesfalls gestritten, berichtet ihr Vorsitzender Harald Baal. „Es ging nur darum deutlich abzugrenzen, wer welche Hausaufgaben macht.“

Darüber hatte es in der vergangenen Woche offenbar Missverständnisse gegeben, weshalb der verkehrspolitische Sprecher der SPD im Städteregionstag, Gerhard Neitzke, schon meinte, es krache gewaltig innerhalb der CDU. Immerhin hatte die Fraktion in der vergangenen Woche per Pressemitteilung klargestellt, dass über die Ausbaupläne der Mobilitätsausschuss „das alleinige Beschlussrecht“ habe.

Dass Oberbürgermeister Marcel Philipp gemeinsam mit Städteregionsrat Helmut Etschenberg Pläne des Landesbetriebs Straßen NRW als gelungene Kompromisslösung gefeiert hatte, führte aus Sicht der Aachener CDU-Fraktion zu einem falschen Eindruck. „Es wäre fatal“, so Harald Baal am Dienstag gegenüber unserer Zeitung, „wenn Anwohner das Gefühl haben, eine Entscheidung sei schon gefallen,“ Tatsächlich hat der Mobilitätsausschuss die aktuellen Pläne von Straßen NRW noch gar nicht beraten.

Die bisherigen Vorstellungen des Landesbetriebs von einem vierspurigen Ausbau im Bereich der Ortslage Lichtenbusch/Oberforstbach hatten die Aachener Kommunalpolitiker abgelehnt und sich stattdessen für eine Lösung mit drei Fahrspuren und veränderten Kreuzungen ausgesprochen. Dies sei nicht alleine die Position der CDU-Fraktion, erklärte Baal, sondern ein einstimmiger Beschluss des Mobilitätsausschusses.

Die neuen Pläne von Straßen NRW sehen einen Ausbau mit vier Fahrspuren in der Ortsdurchfahrt vor, danach soll es stadtauswärts weiter auf drei Fahrspuren bis zur Himmelsleiter gehen. Vorgestellt hat der Landesbetrieb sie bislang nur der Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim. Neben einer Präsentation im Mobilitätsausschuss „brauchen wir auch die Unterlagen“, so Baal

Ein Termin mit dem Landesbetrieb stehe noch nicht fest, möglicherweise werde das Thema erst nach der Sommerpause beraten. Bis dahin könnten auch aktuelle Verkehrsdaten in die Pläne eingearbeitet werden.

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