Aachen: Monschauer Straße: Christdemokraten einig über Kompetenzen

Aachen : Monschauer Straße: Christdemokraten einig über Kompetenzen

Umfrage zu Umbauplänen Monschauer Straße

Die Monschauer Straße wird wohl noch für einigen Gesprächsstoff innerhalb der Aachener CDU sorgen. Nachdem die Fraktion am Mittwoch das christdemokratische Spitzenpersonal per Pressemitteilung auf seine beschränkten Kompetenzen hingewiesen hatte, stellt Parteichefin Ulla Thönnissen nun klar: „Es gibt keinen Dissens über die Zuständigkeit.“

Offenbar hatten Fraktionschef Harald Baal und die verkehrspolitische Sprecherin Gaby Breuer in dieser Hinsicht gewisse Sorgen nachdem Oberbürgermeister Marcel Philipp und Städteregionsrat Helmut Etschenberg die Ausbauplanungen des Landesbetriebs Straßen.NRW als geeigneten Kompromissvorschlag gelobt hatten.

„Das alleinige Beschlussrecht für diese Maßnahme“, betonten Baal und Breuer, „liegt beim Mobilitätsausschuss der Stadt Aachen.“ Die weitere Formulierung, dass „Hinweise und Meinungsäußerungen von Vertretern des Bundestags, Landtags oder der Städteregion“ allenfalls „Diskussionsbeiträge“ und überdies „voreilig und nicht hilfreich“ seien, dürfte auch Ulla Thönnissen getroffen haben.

„Scharnierfunktion“

Schließlich sitzt sie nicht nur im Stadtrat, sondern ist auch Mitglied des Landtags und des Städteregionstags. „Ich habe da eine Scharnierfunktion“, sagt sie im Gespräch mit unserer Zeitung, „und werbe dafür, dass man sich austauscht.“ Ihr sei es ein Anliegen, dass „dieses schon sehr lange bestehende Problem“ gelöst werde.

Nicht anders versteht sie auch den gemeinsamen Auftritt von Philipp und Etschenberg zusammen mit dem Bezirksbürgermeister von Kornelimünster/Walheim, Jakob von Thenen (CDU), in der vergangenen Woche. Es sei darum gegangen, ein Wahlkampfversprechen einzulösen, das Problem anzugehen und mit den betroffenen Anwohnern darüber ins Gespräch zu kommen.

Die Lösung besteht nach Ansicht des Landesbetriebs in einem teilweise vierspurigen Ausbau im Bereich der Ortsdurchfahrt Lichtenbusch/Oberforstbach, zwischen der Einmündung Pascalstraße und der Himmelsleiter sehen die Planer drei Fahrstreifen vor.

„Ich habe dazu noch keine eigene Position“, sagt Ulla Thönnissen. Sie wolle sich „erst anhören, was die Fachleute dazu zu sagen haben“, danach müsste dann beraten werden. Bislang gebe es ja „noch gar keinen fertigen Plan, der in der Gremien der Stadt beraten wurde“.

Die bisherige Vorschläge des Landesbetriebs hatte der Mobilitätsausschuss abgelehnt, die „veränderten Planungen“ (Thönnissen) wurden bislang nur der Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim vorgestellt. „Jetzt geht es darum zu hören, was die Anwohner dazu sagen“, meint Thönnissen.

Zuhören will sie auch am kommenden Montag in der Fraktionssitzung. Die Pressemitteilung von Harald Baal sei „sehr spontan“ gewesen, meint Ulla Thönnissen. „Er wird das sicher der Fraktion am Montag erklären können.“

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