Aachen: Möglichst viel Philips halten

Aachen: Möglichst viel Philips halten

Böse Worte fielen diesmal nicht. Als vor Jahren das Bildröhrenwerk und die Glasfabrik in Rothe Erde dichtgemacht wurden, musste sich die Philips-Chefetage so manchen Vorwurf aus Aachen anhören, nicht nur von den betroffenen Arbeitnehmern.

Beim Forschungslabor an der Weißhausstraße, das nach Eindhoven verlagert werden soll, ist alles anders. Es handele sich gar nicht um eine Schließung, sondern eher um eine Umstrukturierung der Forschungsaktivitäten in Aachen, erklärte am Mittwoch gleich mehrfach ein sichtlich gut aufgelegter Oberbürgermeister Marcel Philipp im Haus Löwenstein.

Dort hatte zuvor ein großer Runder Tisch von Stadt, Arbeitsagentur, dem zuständigen Landesministerium, Aachener Landtagsabgeordneten, Gewerkschaft und Philips-Vertretern stattgefunden.

Der neue OB schränkte zwar ein, dass man nicht jedem der 70 Mitarbeiter, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, eine Stelle garantieren könne, er sei aber sehr optimistisch, dass Philips seine Aktivitäten in anderen Forschungsfeldern am Standort Aachen ausbauen werde.

Derer gebe es eine ganze Reihe, etwa in der Medizintechnik, der Optoelektronik, bei organischen Leuchtdioden sowie anderen Lichttechniken der Zukunft. Konkreteres könne er zurzeit noch nicht sagen, da zum Teil Vertraulichkeit vereinbart worden sei und es teilweise auch um Fördertöpfe gehe, die angezapft werden sollte.