Mitgliederversammlung Alemannia Aachen

Mitgliederversammlung der Alemannia : Zweikämpfe bleiben diesmal aus

Vielleicht nicht ganz ernst gemeint, aber doch mit einem wahren Kern, formulierte Gregor Forst seinen Satz: „Ein Leben ohne Alemannia wäre möglich – aber sinnlos.“ Der bisherige Vorsitzende des Wahlausschusses Gregor Forst traf bestimmt den Nerv der gut 170 Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Mitgliederversammlung von Alemannia Aachen in der Aula des Einhard-Gymnasiums.

Gut 170 Mitglieder von rund 5600, da kann man davon ausgehen, dass Alemannia in deren Leben ein wichtige Rolle spielt. Sie werden die Versammlung mit wohligen Gefühlen verfolgt haben.

Früher war es pressvoll im ehemaligen Saaltheater Geulen oder locker gefüllt im Europasaal des Eurogress. Am Montagabend bot die Aula des Gymnasiums reichlich Platz zum Nachlaufen spielen. Selten verlief eine Mitgliederversammlung so ruhig, sachlich und einmütig. Dass lag gewiss daran, dass keine wichtigen Entscheidungen oder Wahlen anstanden. Aber auch daran, dass Präsident Dr. Martin Fröhlich eine recht positive Bilanz des abgelaufenen Jahres zog: „Das erste Jahr nach der Insolvenz können wir gewiss mit einer schwarzen Null abschließen.“

Den Weg der „konservativen Planung“ werde man auch für die kommende Saison nicht verlassen. Auch wenn – so skizzierte Geschäftsführer Martin vom Hofe später – vielleicht ein kleiner Überschuss erzielt werden könne. Das Wirtschaftsjahr endet erst Ende Juni, daher konnten noch keine exakten Zahlen für die Alemannia GmbH vorgelegt werden. Fröhlich richtete einen Appell an die regionalen Unternehmer, die Alemannia zu unterstützen: „Nur so kann ein sportlicher Sprung gemacht werden.“ Die Maßgabe für die weitere Vereinsführung laute, seriös und in Ruhe zu arbeiten.

In diesen Tenor passte der Bericht von Schatzmeister Björn Jansen zum Alemannia e.V. Nachdem er im letzten Bilanzjahr für den Verein ein Minus von gut 56.000 Euro konstatieren musste, konnte er jetzt ein Plus von rund 23.500 Euro verkünden. Auch Jansen unterstrich die Bedeutung von Transparenz und Seriosität des Vorstandshandelns. Und nachdem auch der Verwaltungsratsvorsitzende Karl-Heinz Schmid ein durchweg positives Bild der Arbeit gezeichnet hatte, waren Genehmigungen und Entlastungen reine Formsache.

Geschäftsführer vom Hofe schloss seine Darstellung: „Nach dem vierten Spieltag sind wir schon gefragt worden, ob wir uns auf die Mittelrheinliga vorbereiten. Am Ende sind wir Sechster und stehen im Pokalfinale. Das ist positiv für den Verein und seine Förderer – aber auch für die Stadt.“

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