Aachen: Mitfeiern auf der Allee ist oberste „Frankenpflicht“

Aachen : Mitfeiern auf der Allee ist oberste „Frankenpflicht“

Diesmal gab‘s den einen oder anderen Stau vor allem bei den Flaneuren auf dem begrünten Mittelstreifen. Nach kurzen, heftigen Regenschauern am Nachmittag genossen die Besucher beim 12. Frankenberger Alleenfest in der Oppenhoffallee am Samstag die schöne Abendsonne und die ganz besondere Spätsommerstimmung.

Mit warmen Jacken ausgestattet, waren die Flaneure wettermäßig für alle Eventualitäten gerüstet und ließen sich von der Kälte nicht den Spaß verderben. Dass das Fest nicht nur am Sonntag stattfindet, sondern bereits am Vorabend mit Livemusik und geselligem Beisammensein eröffnet wird, hat sich mittlerweile fest etabliert.

Ausgerichtet wurde die etwas andere Party einmal mehr vom Verein Frankenb(u)erger. Bereits Samstagmorgen hatten die Aufbauarbeiten für die kleine Bühne begonnen, auf der zu späterer Stunde der Musiker Ludger Singer den Zuhörern einheizte. Auch den Bierwagen und die Theke des lokalen Weinhändlers galt es zu bestücken. „Das Alleenfest ist ein echtes Viertelfest für die Anwohner, bei dem man sich mit Nachbarn, Bekannten, Freunden und Familie trifft“, meint Torsten, der seit vielen Jahren „um die Ecke“ vom Festplatz wohnt und jedes Jahr kräftig mitfeiert — denn Teilnahme ist natürlich oberste „Frankenpflicht“ wie man hier so schön sagt.

Auch die beiden angehenden Studentinnen Jenny und Anne nutzten die Gelegenheit, ihren neuen Wohnort im Frankenberger Viertel besser kennenzulernen. Musik hören und neue Leute treffen, das hat ihnen besonders gefallen. Und deshalb entschieden sie sich spontan noch zu einem Bummel über den Flohmarkt am Sonntag.

Vielleicht haben sie dort direkt noch Dekorationen für ihre neue Wohngemeinschaft gefunden. Auswahl gab es an den vielen Ständen jedenfalls wie immer reichlich. Für Jung und Alt wurde etwas geboten. Die Jüngsten lockte währenddessen auch ein Kinderkettenkarussell. Und im ebenfalls von den Frankenb(u)ergern organisierten Hugo-Junkers-Café gab es wieder jede Menge Kuchenspezialitäten. Bei einer Tasse Kaffee sorgte ein spezielles Quiz rund für lokalpatriotisches Vergnügen. Die erwachsenen Festbesucher waren nämlich dazu eingeladen, ihr Wissen über das Viertel zu testen.

Im zwölften Jahr bietet die bunte Party einen wichtigen Treffpunkt für das Viertel. Zahlreiche ortsansässige Gastronomen, Händler, Gewerbetreibende, Dienstleister, Initiativen, Künstler und andere Einrichtungen präsentierten sich und trugen damit zum bunten Angebot bei.

Auf der Bühne gab es zudem brasilianische Capoeira-Darbietungen, die Pius X-Band, Jana Schwartz, das NoName-Project, feat. der lange Meikel und Mat:Bloom, komplettierten das kunterbunte musikalische Programm. Und so freuen sich die Frankenb(u)erger bereits auf das nächste, dann 13. Alleenfest, das zum Ende der Ferien 2019 steigt.

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