Aachen: Mit moderner Technik zurück in alte Zeiten

Aachen: Mit moderner Technik zurück in alte Zeiten

„Mal sehen, ob wir die Leute mit unserer Ausstellung auch mal in die Burg Frankenberg locken können”, sagt Aachens Stadtarchäologe Andreas Schaub und zeigt dann auch gleich die archäologischen Schätze, auf die die Bürger ab Mittwoch ein Auge werfen dürfen.

Der Enthusiasmus, mit dem er die einzelnen Fundstücke aus der Antike vorstellt, wirkt ansteckend, und der Betrachter beginnt eine Zeitreise in die Vergangenheit.

Spätestens bei der dreidimensionalen Präsentation der Münstertherme ist die Illusion perfekt. Der Blick ins Innere des „Badetempels”, so wie er vor fast zweitausend Jahren ausgesehen haben mag, ist wahrlich eindrucksvoll. Die Römer verstanden ganz offensichtlich einiges vom Spiel mit dem Licht, die Räume wirken hell und einladend und fast ein bisschen vornehm. Schließlich kann sich der Betrachter virtuell auf die Reise begeben und die Therme von allen Seiten unter die Lupe nehmen, bis hin zu den Bauplänen.

„Diese Präsentation ist ganz eindeutig das Kernstück unserer Ausstellung”, sagt Schaub. Offiziell eröffnet wird sie um 11 Uhr - passend zum Symposium „Technik und Kulturgeschichte der antiken Thermen”, bei dem Wissenschaftler aus der ganzen Welt in Aachen ihre Forschungsergebnisse vorstellen.

Wie Aachen in der Römerzeit ausgesehen hat, davon können sich die Besucher bis zum 26. April in der Burg Frankenberg ein Bild machen. Neben Fundstücken auch aus dem Elisengarten erfahren die Besucher, wie die Bücheltherme zur Zeit der Römer gestaltet war.

Die Ausstellung in der Burg Frankenberg wird am Mittwoch, 18. März, um 11 Uhr offiziell eröffnet. Besucht werden kann sie in den nächsten Tagen mittwochs bis samstags von 11 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 16 Uhr.

Ab Montag, 23. März (bis zum 26. April), gelten reduzierte Öffnungszeiten: dienstags und samstags von 11 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 16 Uhr.

Zur Eröffnung des Symposiums sind alle Aachener am Mittwoch um 20 Uhr zu einem Vortrag in die Aula Carolina eingeladen. Stadtarchäologe Andreas Schaub spricht über „Aachen als antike Bäderstadt”.

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