Aachen: Mit Metalldetektor weitere Nägel entdeckt

Aachen : Mit Metalldetektor weitere Nägel entdeckt

Im dritten Aufgalopp wurde auch der Mann mit dem Detektor fündig: Am Mittwoch wurden auf dem Kunstrasenplatz von Raspo Brand auf der Anlage Wolferskaul im Stadtbezirk Brand noch einmal fünf Nägel gefunden.

Die fünf Zentimeter langen Metallstücke waren zusammen mit anderen Anfang letzter Woche auf dem Fußballterrain deponiert worden, größtenteils mit der Spitze nach oben. Beim Aufwärmen vor einem Training waren sie von einer Seniorenmannschaft entdeckt worden, weil sie in der Abendbeleuchtung glitzerten.

Der Verein hatte bei einer ersten Suche mehr als 100 Nägel entdeckt, die Kontrolle mit einem speziellen Reinigungsgerät erbrachte am Montag noch einmal rund 20 Nägel, das Abgehen mit dem Metallsuchgerät am Mittwoch förderte weitere fünf zu Tage.

Sie lagen allerdings so tief in der zwei Zentimeter dicken Schicht aus Sand und Granulat, dass von ihnen keine Gefahr mehr ausgegangen sein dürfte. Geschäftsführerin Petra Vaterrodt: „Die waren tief unten und mussten richtig rausgewühlt werden.“ Den Riesendetektor hatte sich die Stadt ausgeliehen, mit ihm war Frank Krings vom Stadtbetrieb unterwegs. Es handele sich um ein sehr empfindliches Suchgerät: „Der findet auch eine Büroklammer.“

Mehrere Stellen, wo der Detektor ausgeschlagen hatte, aber noch nichts gefunden wurde, wurden mit Hütchen markiert. Dort nahmen die Männer vom Stadtbetrieb noch einmal eine genauere Kontrolle vor.

Frank Krings konnte ob der ganzen Nägel-Aktion, die Fernsehteams von weit her angezogen hat, nur den Kopf schütteln. Noch immer ist unklar, weshalb der Platz derart heimtückisch präpariert wurde. Detektor-Mann Krings: „Ich kann es nicht verstehen. Ich habe selber Kinder, die Fußball spielen. Es ist einfach beängstigend.“ Abgesucht wurden vor allem der 16-Meter-Raum, in dem die meisten Nägel gefunden worden waren, Stichproben in der anderen Hälfte waren ohne Ergebnis.

Geschäftsführerin Petra Vaterrodt zeigte sich anschließend erleichtert: „Man kann davon ausgehen, dass der Platz jetzt sauber ist. Die Gefahr ist gebannt.“ Das Angebot der Sondengänger aus dem Münsterland, mit einer größeren Zahl Freiwilliger nach Aachen zu kommen, will sie deshalb nicht annehmen: „Die Stadt hat das sehr gründlich gemacht.“ Fortgeführt wurden am Mittwoch aber auch noch die Arbeiten mit dem Reinigungsgerät, sonst hätte das Spielfeld unterschiedliche Eigenschaften gehabt. „Das Granulat wird im Winter etwas härter, die Maschine lockert es wieder etwas auf“, erläutert Vorhandwerker Andreas Pütz.

Noch keine Hinweise

Weder bei der Polizei noch beim Verein sind bisher Hinweise eingegangen, wer die Nägel auf dem Platz ausgebracht hatte. Die Kripo war am Mittwoch vor Ort und hat Nägel sichergestellt, die Ermittlungen dauern an.

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