Aachen: Mit dem Rad auf dem Weg zu besserer Luft

Aachen: Mit dem Rad auf dem Weg zu besserer Luft

„Saubere Luft für NRW — Verkehrswende jetzt“: Die Botschaft, die die Greenpeace-Mitglieder auf einem großen blauen Banner in die Luft halten, ist deutlich. Rund 60 Fahrradfahrer versammelten sich am Freitagabend am Elisenbrunnen, um gemeinsam am „Blue Ride“ teilzunehmen.

Mit der Fahrraddemo und anschließenden Kundgebung auf dem Markt unterstützten Greenpeace und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) das Aktionsbündnis „Aufbruch Fahrrad —Volksinitiative für Fahrradgesetzt NRW.“ Dieses verfolgt mehrere Maßnahmen zur Förderung der Fahrradmobilität und setzt sich dafür ein, dass diese Maßnahmen umgesetzt und in einem Fahrradgesetz NRW verankert werden.

Mehr Verkehrssicherheit

Mehr Verkehrssicherheit auf Straßen und Radwegen, Fahrradstraßen oder auch mehr E-Bike Stationen sind nur drei Punkte, für die die Akteure sich stark machen. „Die Demo ist Teil einer Wanderaktion, die demnächst auch in Düsseldorf vor dem Verwaltungsgericht stattfinden wird“, betont Organisator und Greenpeace-Mitglied Andreas Schulze. Bisher sind elf Prozent der Verkehrsteilnehmer in Aachen Radfahrer. Eine erschreckend geringe Zahl, die laut Schulze schnellstmöglich ansteigen müsse.

„Bis zum Jahr 2025 soll der Anteil der Radfahrer im Verkehr bei 25 Prozent liegen. Das ist unser Ziel. Damit das auch wirklich eintreten kann, muss allerdings noch eine Menge passieren. Dazu gehört unter anderem auch ein Radgesetz, das den Radverkehr fördert und durch das finanzielle Mittel zur Umsetzung der Maßnahmen zur Verfügung gestellt werden“, so Schulze ferner.

Der 8,3 Kilometer lange „Blue Ride“ selbst führte vom Elisenbrunnen über die Theaterstraße, vorbei am Hauptbahnhof über Oppenhoffallee, Adalbertsteinweg, weiter zum Bushof und Karlsgraben über die Jakobstraße zum Markt. Dort angekommen ergriff Marvin Krings vom ADFC das Wort.

„Die Belastung der Luft mit Stickstoffoxid ist viel zu hoch. Der Wert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft wird in Aachen konstant überschritten. Es braucht endlich eine Veränderung.“ Vorbilder für einen gut funktionierenden und sicheren Fahrradverkehr sind die Niederlande sowie Dänemark, insbesondere Kopenhagen.

Für die Teilnehmer stand am Ende der Demo jedenfalls fest, dass sie so lange für eine reinere Luft und für bessere Verkehrsbedingungen für Radfahrer kämpfen werden, bis sie ihr Ziel erreicht haben.

Mehr von Aachener Nachrichten