Aachen: Mit Besen und Kehrblech geht es dem Müll an den Kragen

Aachen: Mit Besen und Kehrblech geht es dem Müll an den Kragen

Steigende Temperaturen und endlich wieder Sonne: Der Frühling hält seit gestern in Aachen Einzug. Viele Menschen nutzen diese Zeit, um ihre Häuser und Wohnungen auf Vordermann zu bringen. Und auch die Stadt putzt sich heraus. Zum dritten Mal ruft Oberbürgermeister Marcel Philipp vom 18. bis zum 23. März zum großen Öcher Frühjahrsputz auf.

Alle, die mithelfen wollen, Aachen von Müll und Abfall zu befreien, können sich noch bis Freitag, 8. März, bei Call Aachen (Telefon 0241/432-18666) anmelden. Am Samstag, 23. März, von 10 bis 14 Uhr ist Groß-Putztag für alle Aachener, für Vereine, Familien, Gruppen und Einzelpersonen. Sie können sich die öffentliche Fläche — Grünanlagen, Parks, Rasenflächen und Waldwege — selbst aussuchen und dort sauber machen. In der Woche ab dem 18. März beteiligen sich Aachener Kindergärten und Schulen an der Aktion und räumen auf.

Die Stadt hofft auf tatkräftige Unterstützung. Gestern verkündete das Presseamt, dass die Anmeldezahlen deutlich steigen, seitdem sich die Sonne im Westzipfel wieder blicken lässt. Erklärtes Ziel ist es, den Erfolg der vergangenen Jahre noch zu übertrumpfen. 5000 Aachener halfen 2011, 2012 waren es schon 6000. Knapp zwölf Tonnen Müll wurden im vergangenen Jahr eingesammelt.

Wie bereits in den letzten Jahren stellt die Stadt allen Teilnehmern Abfallsäcke und Handschuhe zur Verfügung. Die Utensilien können ab Mittwoch, 13. März, in allen Bezirksämtern, beim Bürgerservice am Hauptbahnhof, im Aachener Stadtbetrieb am Madrider Ring sowie im Verwaltungsgebäude Mozartstraße und im Rathaus abgeholt werden. Und auch die Abholung des Mülls funktioniert unkompliziert.

„Der Stadtbetrieb führt eine Liste, an welchen Stellen aufgeräumt wird“, erklärt Klösges. „Die Menschen können ihre gefüllten Säcke vor Ort abstellen und unsere Mitarbeiter holen sie ab.“ Wichtig: Es sollten keine scharfen Gegenstände oder gefährlichen Abfälle wie Altöl, Asbest, Batterien oder undefinierbare Flüssigkeiten eingesammelt oder entsorgt werden. Im Zweifelsfall bittet die Stadt, solchen Müll zu melden.

OB Marcel Philipp hofft wieder auf viele Helfer. Er sagt: „Die Sauberkeit einer Stadt ist auch ihre Visitenkarte.“ Deshalb setzt er auf das Engagement der Bürger, nicht nur mit dem Frühjahrsputz. Im letzten Jahr hat Philipp das Thema Sauberkeit zur Chefsache erklärt. 500.000 Euro zusätzlich will die Stadt 2013 dafür ausgeben. Finanziert wurde schon eine Werbeaktion mit Plakaten und Fußmatten, die die Aachener sensibilisieren soll, Müll richtig zu entsorgen. „Die Aktion hat schon viel Aufmerksamkeit erregt“, erklärt Philipp. Mülleimer würden derzeit mit flotten Motiven beklebt.

Obendrein ist die Stadt seit Oktober mit einer mobilen Einsatztruppe unterwegs und befreit Abfalleimer und Laternenmasten von Aufklebern. Fortschritte macht ein Vertrag zwischen Stawag und einer Firma, die legal auf Stromkästen plakatieren darf, dann aber auch für die Reinigung der Kästen sorgt. Zu guter Letzt soll der Verwarngeldkatalog so geändert werden, dass wildes Plakatieren geahndet werden kann.