Aachen: Mission Titelverteidigung: Im Stadtpark ist alles bereit

Aachen: Mission Titelverteidigung: Im Stadtpark ist alles bereit

„Natürlich nicht“, sagt Markus Winkler entschieden. Beim Achtelfinalspiel der Fußball-WM habe er nicht den Algeriern die Daumen gedrückt. Dabei wäre ihm ein Ausscheiden der deutschen Elf in seiner Eigenschaft als neuer Vorsitzender des Tennisklubs Kurhaus Aachen sicher sehr recht gewesen.

Denn nun wird Winkler zum ersten Heimspiel des TK in der neuen Bundesligasaison gegen den Erfurter TC am Freitag wahrscheinlich einige Besucher weniger auf der Anlage im Stadtpark begrüßen können, weil am ab 18 Uhr eben auch Deutschland im WM-Viertelfinale auf Frankreich trifft. „Wir beginnen um 13 Uhr mit den Einzeln, da werden die Doppelpartien sicher im Bereich des WM-Spiels stattfinden“, erklärt der Vorsitzende. Da könne man nichts machen.

Ansonsten aber ist beim TK Kurhaus alles vorbereitet für die Mission Titelverteidigung in der Tennis-Bundesliga. „Wir werden die Zuschauerkapazität ausdehnen, indem wir Platz 4 und 5 verbinden“, kündigt Markus Winkler an. Dazu werde an Platz 4 der idyllischen Anlage mitten im Stadtpark ein neuer Zugang angelegt, so dass die Zuschauer die Partien auf Court Nummer 5 von beiden Seiten des Platzes anschauen können. „Gerade bei sportlich spannenden Spielen und schönem Wetter haben wir im vergangenen Jahr teilweise Menschen abweisen müssen, weil mehr als 2200 Zuschauer nicht auf die Anlage gepasst haben“, begründet Winkler die Maßnahme. „Außerdem haben wir einen mobilen Toilettenwagen organisiert, um unsere sanitären Anlagen aufzustocken und wir bieten Sitzkissen für die Zuschauer an“, fügt der Vorsitzende hinzu. Erstmals gebe es auch Karten im CTS-Vorverkauf-System — also somit auch in den Vorverkaufsstellen des Zeitungsverlages (siehe Infobox).

Viel vorgenommen

Doch Markus Winkler hat noch mehr Ideen, wie man die Tennis-Bundesliga noch attraktiver für die Öcher gestalten könnte. „Wir haben uns viel vorgenommen, aber die Zeit seit der Amtsübernahme war einfach zu kurz, um gleich alles zu regeln.“ Erst im März wurde Winkler zusammen mit einem komplett neuen Vorstandsteam von den Mitgliedern ins Amt gewählt. Zum Ziel gesetzt haben sie sich vor allem, die Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern. „Da haben wir noch Luft nach oben.“ Gerade wegen der kurzen Spielzeit von jährlich nur knapp sechs Wochen sei es schwer die Tennis-Bundesliga in den Köpfen der Aachener zu verankern. Dies wollte man mit Werbung auf den großflächigen Citylights im Stadtgebiet verbessern. „Ebenso wollten wir einen eigenen Bereich für unsere Sponsoren einrichten, der es ihnen erlaubt, auch Geschäftspartner zu uns einzuladen.“ Beides habe zur aktuellen Saison noch nicht umgesetzt werden können, aber „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, sagt der TK-Vorsitzende. Immerhin sind er und sein Vorstandsteam für zwei Jahre gewählt worden. „Wir nehmen uns das für die Saison im nächsten Jahr vor“, sagt Winkler. Und dann kommt dem Tennisfreunden auch keine Fußball-WM in die Quere.