Aachen: Missio-Lädchen am Dom zeigt Krippen aus aller Herren Länder

Aachen: Missio-Lädchen am Dom zeigt Krippen aus aller Herren Länder

„Das Kind der einen Welt - eine Chance zum Frieden” ist das Motto, das zur 15. Krippenausstellung des internationalen Hilfswerkes Missio passt. Ungefähr 130 Krippen und Krippchen sind auf engstem Raum untergebracht, dazu jede Menge Bücher und andere Kleinigkeiten aus aller Herren Länder.

Das ist das Missio-Lädchen am Dom. Es ist ein enger, in freundlichem Weiß gehaltener schlauchartiger Verkaufsraum, in dem nicht nur fair gehandelt wird, sondern auch zum Gespräch über Gott und die Welt eingeladen wird.

Donnerstagnachmittag eröffneten Missio-Präsident Klaus Krämer und Oberbürgermeister Marcel Philipp die Missio-Krippenausstellung, die Bestandteil des 10. Aachener Krippenweges sein wird.

Oberbürgermeister Marcel Philipp hoffte, dass viele Krippen verkauft werden, denn die Erlöse kämen ja den Menschen in den verschiedensten Herstellungsländern zugute. „Die leben schließlich davon.” Der OB erinnerte daran, dass es in vielen Familien Tradition sei, eine Krippe unter den Weihnachtsbaum aufzubauen. „Viele Krippen sind schon seit ewigen Zeiten in der Familie und werden vererbt.” Er freute sich über ein kleines Geschenk, eine Mini-Krippe, die schöne Weihnachtsszene in eine geöffnete Austernmuschel untergebracht. „Die wird einen Ehrenplatz auf dem Schreibtisch meiner Tochter einnehmen.”

Aus 20 verschiedenen Ländern sind Exponate ausgestellt, die unterschiedlichster Weise die Geburt des Christkindes interpretieren und die Heilige Familie so zeigen, wie es die jeweilige Mentalität zulässt. Das Jesuskind ist mal weiß, mal rot, mal schwarz, mal gelb, mal braun, es ist rassenlos und zugleich jeder Rasse zugehörig. Der kleine Jesus ist überall zu Hause. Bunte Tonkrippen aus Peru sind zu sehen und auch eine bis zu 245 Euro teure Messingkrippe aus Togo. Aus feinsten Porzellanfiguren besteht eine deutsche Darstellung der festliche Szene im Stall von Bethlehem.

Besonders aufmerksam machte Krämer auf die Krippe aus Nigeria. Denn dieses Land ist diesjähriger Schwerpunkt von Missio. Ein Land auf dem afrikanischen Kontinent mit großen sozialen Gegensätzen und auch Misstrauen und Hass zwischen den Religionen, wie beispielsweise dem Christentum und dem Islam, was nun durch Gespräche zwischen geistlichen Führern geklärt werden soll. „Weihnachten symbolisiert eben den Frieden der Menschen auf Erden und nicht nur besinnliche Stunden bei Kaffee und Printen”, waren Krämers nachdenkliche Worte.

Die eine oder andere Krippe wird in den Schaufenstern benachbarter Geschäfte und der Geschäftsstelle der Aachener Engel in der Schmiedstraße gezeigt. Die Verkaufsausstellung des katholischen Hilfswerks ist bis Freitag, 8. Januar 2010, montags bis samstags, jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. In der Adventszeit ist das Missio-Lädchen auch sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

„Das alles ist möglich, weil sich rund 30 Mitarbeiterinnen ehrenamtlich für das Missio-Lädchen am Dom einsetzen” lobte Krämer die Frauen ausdrücklich, die sich Tag für Tag im winzigen Geschäft mit zwei Eingängen - am Münsterplatz und vom Domhof her - ehrenamtlich engagieren.