Ministerpräsident Armin Laschet ehrte in Aachen

Leo Frings ist seit 70 Jahren Mitglied : Ein Leben im Sinn der Christdemokratie

Zum Frühjahrsempfang hatte der CDU-Kreisverband Aachen seine Mitglieder geladen und wollte damit, wie der Kreisvorsitzende Holger Brantin erklärte, eine alte Tradition wieder aufleben lassen. Im Depot an der Talstraße hieß der Verband seine Neumitglieder willkommen und ehrte langjährige Mitglieder, darunter Aachens Bürgermeisterin Margrethe Schmeer (25 Jahre) und Armin Laschet, CDU-Landesvorsitzender und seit 2017 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen (40 Jahre)

Mit Blick auf die Ehren der Jubilare unterstrich Brantin, wie wichtig Parteien seien: Es gebe viele Projekte, doch allen fehle die Nachhaltigkeit. Parteien seien wichtige Institutionen für ein langfristiges gesellschaftliches Engagement.

In seinem Grußwort verwies Armin Laschet auf die aktuellen Herausforderungen: die Zukunft der europäischen Union nach dem Austritt Großbritanniens, Digitalisierung, Energiewende – alles müsse gleichzeitig passieren. Das bedeute auch, unpopuläre Entscheidungen treffen zu müssen. Mit Blick auf die Europawahl in knapp zwei Monaten betonte Laschet, es brauche starke Volksparteien.

Gegen Splitterparteien

Er wünsche sich, dass viele zur Wahl gingen, damit populistische Splitterparteien Europa nicht kaputtmachten: „Dieses Mal kommt es darauf an, damit in der Krise nach dem Brexit eine handlungsfähige Kommission da ist“.

1945 gründete sich der der Kreisverband Aachen-Stadt der CDU. Fast so lange, nämlich 70 Jahre, ist Leo Frings dabei. Bei den ersten Treffen in Walberberg bei Bornheim hat er noch die Diskussionen miterlebt, wie breit sich die CDU aufstellen und auch evangelische Christen aufnehmen sollte.  Frings verstand sich immer als Stimme der kleinen Leute: „Für die Gewerkschafter war ich der Schwarze, in der CDU der Rote“. Für Frings, der zum Empfang wie immer mit dem Fahrrad aus seinem Heimatort Eilendorf angereist war, gab es Ovationen, zu denen sich die Menge gerne von den Sitzen erhob, und ein Ständchen des Ensembles „Capella a capella“, dass der Geehrte freudestrahlend entgegennahm.

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