Aachen: „mha“-Triathlon in Brand: 700 Triathleten radeln, rennen, schwitzen

Aachen : „mha“-Triathlon in Brand: 700 Triathleten radeln, rennen, schwitzen

Der Triathlon wurde nicht bei sommerlichen Temperaturen erfunden, so viel ist sicher. Ansonsten würden sich die Sportler zuerst auf der Rad- und Laufstrecke verausgaben, um sich anschließend im Schwimmbad zu erfrischen. Doch die Regeln lauten ganz klar: Erst schwimmen, dann radeln, dann laufen. Auch der 29. „mha“-Triathlon in Brand machte da keine Ausnahme.

Nichts war's mit der Erfrischung — trotz 24 Grad.

„Wir haben diesmal alle in der Teamsitzung unsere Teller aufgegessen“, erklärte Koordinator Andreas Trautmann lächelnd. Solch ein sonniges Wetter war das Sportevent des Brander Schwimmvereins (BSV) und der Katholischen Stiftung Marienhospital Aachen nämlich gar nicht mehr gewohnt. Zuletzt wurde der Triathlon sogar in den Spätfrühling verschoben, um dem sonst üblichen Regen zu entgehen. „Nun hat es sich ausgezahlt“, bilanzierte Trautmann.

„Die Hitze raubt einem die Kraft“

Einfacher machte das Wetter den Wettkampf aber nicht. „Die Hitze raubt einem die Kraft“, meinte Trautmann, der auch Vorsitzender der Triathlon-Abteilung beim BSV ist. Rund 700 Sportler und Sportlerinnen schwammen um Bestzeiten, traten in die Pedale und schlüpften in die Laufschuhe. Anfänger konnten sich auf einer Schnupperstrecke miteinander messen, für Erfahrene stand das doppelte Programm auf dem Plan: 500 Meter Schwimmen, 21 Kilometer mit dem Fahrrad und fünf Lauf-Kilometer. Auch Schüler- und Firmenlauf erfuhren jeweils wieder große Beliebtheit.

Die perfekten Rahmenbedingungen sorgten zudem dafür, dass sich die Zuschauer vor der Brander Schwimmhalle regelrecht tummelten. Wie immer wurde dort ein kleines Budendorf aufgebaut, bestehend aus Essens- und Getränkeständen sowie Läden für Sportartikel. Die Augen richteten sich insbesondere auf die Wechselzone, in der die Teilnehmenden in nassen Badesachen auf das Gras watschelten, um schnellstmöglich zu ihrem Rad zu gelangen.

„Authentisch, familiär und ehrlich“ soll die Veranstaltung sein, so Trautmann. „Auch wenn die Organisation reichlich Nerven kostet.“ Vor allem an den Streckenrändern kann es nämlich ganz schön hitzig werden. Nur wenige Meter von der Ziellinie entfernt hechtet zum Beispiel Aleksandar Ivezic von Auto zu Auto. Ivezic ist zuständig für die Radstrecke, an diesem Tage aber vor allem ein gestresster Streckenposten. Zwar zeigten viele der Autofahrer Verständnis und wenden ihr Fahrzeug, erzählt er. Allerdings verdrehten einige auch die Augen und zeigten sich uneinsichtig. „Manche kennen wir schon. Die kommen hier jedes Jahr lang“, sagte Ivezic.

Die Absprache mit der Aseag funktioniert hingegen problemlos. So schaffen es die Streckenposten sogar, zwei Busse gefahrlos über eine kleine Teilstrecke zu lotsen. Dennoch: „Uniformierte würden auch auf Autofahrer einen anderen Eindruck machen“, ist sich der Streckenposten sicher. Die Verkehrskadetten sollen dem „mha“-Triathlon jedoch einen Korb gegeben haben. Andreas Trautmann nimmt es humorvoll: „Wir hätten vielleicht Macron einladen sollen.“

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