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Am Buschtunnel bei Aachen: Metalldiebe stehlen zwei Kilometer Bahnkabel

Am Buschtunnel bei Aachen : Metalldiebe stehlen zwei Kilometer Bahnkabel

Ebenso skrupellos wie selbstgefährdend gingen jetzt Metalldiebe vor, die am Buschtunnel an der deutsch-belgischen Grenze bei Aachen Kupferseile stahlen. Dabei brachten sie sich in Lebensgefahr.

Der Diebstahl geschah im Zeitraum zwischen Sonntag, 26., und Mittwoch, 30. Juni, wie die Bundespolizei Aachen am Mittwoch bekanntgab. Vor und hinter dem Tunnel wurden auf einem mehr als zwei Kilometer langen Abschnitt an den Gleisen sogenannte Erdungsseile gestohlen. „Dabei müssen die Täter sehr raffiniert und mit Sachverstand ans Werk gegangen sein“, sagte ein Polizeisprecher. Die Kupferkabel haben ein Gewicht von rund zwei Tonnen und einen Wert von geschätzt 27.000 Euro.

Die Täter seien höchstwahrscheinlich über den vom Luxemburger Ring abzweigenden Eberburgweg an die Gleise herangefahren. „Die Täter haben sich dabei selbst in Lebensgefahr gebracht“, sagte der Polizeisprecher. Die Kabel befanden sich in der Nähe der Oberleitung, in der Strom mit einer Spannung von 3000 Volt fließt.

Die Bundespolizei ermittelt jetzt wegen eines besonders schweren Fall des Diebstahls und bittet um Zeugenhinweise. Wer also Anfang der Woche am Eberburgweg Kleintransporter oder ähnliche größere Fahrzeuge beobachtet hat oder verdächtige Personen in der Nähe des Tatortes gesehen hat, wird um Hinweise an die kostenfreie Hotline der Bundespolizei unter 0800-6888000 oder jede andere Polizeidienststelle gebeten.

Über eine Strecke von rund 2100 Metern hatten die Diebe die Erdungskabel entfernt und abtransportiert. Foto: Bundespolizei Aachen

Hinweis: Entgegen unserer ersten Textfassung, in der von 15.000 Volt in der Oberleitung die Rede war (die übliche Spannung im deutschen Bahnnetz), führt die Oberleitung auf der Strecke Aachen-Lüttich 3000 Volt, wie sie im belgischen Bahnnetz Standard sind. Wir danken einem aufmerksamen Leser für den Hinweis.

(red/pol)