Aachen: Messerstecherei im Friseursalon war Familienstreit

Aachen : Messerstecherei im Friseursalon war Familienstreit

Die fünf an der Messerstecherei in einem Frisörsalon am Donnerstagmorgen beteiligten Personen sind alle miteinander verwandt. Außerdem sind sie alle verletzt worden. Das teilte Jost Schützeberg, Sprecher der Aachener Staatsanwaltschaft, am Freitag auf Anfrage der „Nachrichten“ mit.

Es war also eine Auseinandersetzung innerhalb einer Familie, die am Freitag in dem Salon an der oberen Franzstraße unschön endete und deren Bilanz erweitert werden muss. Zunächst war nur von einem Stich ins Bein des 39-jährigen Salonbetreibers und einem in den Oberkörper eines 31-Jährigen, der sich im Salon aufhielt, die Rede gewesen. Nun müssen noch diverse Messerstiche und Prellungen bei den drei 22, 23 und 26 Jahre alten Männern hinzugerechnet werden. „Es hat eine richtige Prügelei gegeben“, sagte Schützeberg.

Die drei jüngeren Männer waren nach der Tat am Donnerstag vorläufig festgenommen, nach der Vernehmung aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden, weil die Staatsanwaltschaft keinen Antrag auf Erlass eines Haftbefehls stellte. Den werde es laut Schützeberg auch aktuell nicht geben. Der Grund: Bisher könne nicht sicher festgestellt werden, wer in welcher Weise an der Tat beteiligt war. Es sei nicht auszuschließen, dass die beiden Älteren auch Täter waren und nicht nur Opfer. Die Aussagen aller an der Tat Beteiligten widersprächen sich, sowohl was Angaben zu Personen als auch zum Ablauf der Tat angehe. Schützeberg: „Der Umstand, dass keiner der Beteiligten bisher in Haft sitzt, bedeutet aber nicht, dass die Ermittlungen nicht weiterlaufen.“ Bis dahin gelte für alle die Unschuldsvermutung.

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