Aachen: Messerangriff im Wohnhaus: Anklage gegen Aachener

Aachen: Messerangriff im Wohnhaus: Anklage gegen Aachener

Die Staatsanwaltschaft Aachen hat gegen einen 52-jährigen Mann aus Aachen Anklage wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung erhoben. Er soll im April einen Mitbewohner mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt haben.

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft stach der Aachener am frühen Abend des 16. April in einem Mehrfamilienhaus in der Kullenhofstraße mit einem Küchenmesser auf einen Mitbewohner ein. Der Angegriffene erlitt schwere Schnittverletzungen am Oberschenkel und verlor viel Blut. Vor dem Angriff hatten sich Täter und Opfer in der Gemeinschaftsküche heftig gestritten.

Ein Wohnungsnachbar hatte gegen 18 Uhr die Schreie des Mannes gehört und die Polizei alarmiert. Die rückte mit einem Großaufgebot mit mehreren Streifen- und Zivilwagen an. Auch die Feuerwehr war schnell vor Ort. Ein Notarzt versorgte das bewusstlose Opfer.

In den folgenden anderthalb Stunden durchsuchte die Polizei das gesamte Gebäude. Dabei kamen Leitern und ein Rammbock der Feuerwehr zum Einsatz. Die Einsatzkräfte trugen dabei schusssichere Westen.

Der 52-Jährige wurde noch am selben Tag festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Wie die Staatsanwaltschaft Aachen mitteilte, bestreitet er die Vorwürfe. Sein Mitbewohner habe ihn zuerst angegriffen.

Die Schwurgerichtskammer des Aachener Landgerichts entscheidet nun, ob gegen den 52-Jährigen ein Verfahren eröffnet wird.

(red)
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