25 Jahre Städtepartnerschaft: „Menschen, die sich kennen, bekriegen sich nicht“

25 Jahre Städtepartnerschaft: „Menschen, die sich kennen, bekriegen sich nicht“

Seit einem Vierteljahrhundert sind die Städte Aachen und Arlington in den USA schon befreundet. Dieses Jubiläum ist nun im Rathaus offiziell gefeiert worden.

Es ist nicht nur ein Schüleraustausch, ein Studierendenaustausch oder eine Städtepartnerschaft, hier entstehen lebenslange Freundschaften und Beziehungen zwischen Schülern, Studierenden und Familien. Bereits seit 25 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen Aachen und Arlington. Auf der offiziellen Feierstunde im Rathaus durfte sich US-Generalkonsulin Fiona Evans in das Goldene Buch eintragen.

„Es ist die richtige Zeit, um eine solche Freundschaft zu feiern und zu würdigen. Internationale Beziehungen sind wichtig für einen substanziellen Fortschritt auf der Welt und ein globales Netz. Es tut gut, Freundschaften zu pflegen“, sagt Oberbürgermeister Marcel Philipp, „die Amerikanischen Alliierten haben vor fast 75 Jahren die Grundlage für das Deutschland geschaffen, das wir heute kennen. Aber das ist unsere Vergangenheit, wir feiern unsere Gegenwart und haben unsere Zukunft in den Händen.“

Auch Libby Garvey, Mitglied des Arlington Countryboard ist überzeugt, dass Städtepartnerschaften essentiell für den Frieden sind: „Menschen, die sich kennen, bekriegen sich nicht. Wir können die Welt zu einem besseren Ort machen.“

Im Rahmen der Städtepartnerschaft werden seit vielen Jahren sowohl High School- als auch Universitätsaustausche organisiert. Da jedes Jahr viele Schülerinnen und Schüler an dem Austausch teilnehmen, muss erst schulintern und dann mithilfe eines Komitees ein Auswahlverfahren stattfinden. Nachdem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgewählt wurden, wird durch ein „Matching“ geschaut, welche Aachener und Arlingtoner Schülerinnen und Schüler zusammenpassen.

„Sofort super verstanden“

Schülerin Nuria List war 2017 eine der Austauschschülerinnen: „Das Matching hat so großartig funktioniert, wir haben uns alle schon bei dem ersten Treffen super verstanden.“ Die Austauschschülerinnen und -schüler treffen sich erst gemeinsam in Aachen, wo sie von Oberbürgermeister Marcel Philipp willkommen geheißen werden. Während die Aachener Schülerinnen und Schüler normal in die Schule gehen, erkunden die Arlingtoner Aachen. Nach der Schule wird dann mit einem kulturellen und sportlichen Programm zusammen die Freizeit gestaltet. Zum krönenden Abschluss fahren alle zusammen nach Berlin. Das gleiche wiederholt sich einige Monate später in Arlington, nur dass dann die Abschlussreise nach New York geht.

„Wir haben uns alle Amerika so vorgestellt, wie im Film. Aber es war viel besser. Wir durften dort Halloween feiern und auf einen Schulball gehen. Die Gastfreundschaft in Amerika ist nicht zu übertreffen. Durch den Austausch haben wir alle unseren Horizont erweitert, wir haben viel über andere Kulturen aber auch über uns selbst gelernt“, schwärmt Nuria. Sie beschreibt ihre Erfahrungen als „etwas was bleibt, was verändert.“

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