Aachen: Meistens „scheußlich”: Entwürfe gefielen der Opposition nicht

Aachen: Meistens „scheußlich”: Entwürfe gefielen der Opposition nicht

Das Entsetzen über den Architektenwettbewerb für die Neubebauung am alten Tivoli war groß im Planungsausschuss. Ob FDP-Ratsfrau Sigrid Moselage, Norbert Plum für die SPD oder auch Andreas Müller für die Linke: Sie alle fanden die angebotenen Alternativen für eine Reihenhausbebauung auf dem ehemaligen Tivoligelände rechtschaffen „scheußlich”.

Die Frontansichten und insbesondere viele Grundrisse gefielen der Opposition gar nicht. Die SPD sprach sich für den Entwurf 12 aus, der keine Garage im Erdgeschoss vorsieht, sondern mit einem Carport draußen auskommt. Doch selbst da sei der Grundriss des Erdgeschosses, das gerade für junge Familien wichtig sei, ungeeignet, weil viel zu klein. Für die Mehrheitsfraktionen Grüne und CDU gestaltete sich die Sache relativ einfach. Sie schlossen sich der Wahl des Architektenbeirates an, der einen Tag zuvor den Entwurf Nr. 7 favorisiert hatte. Für den Sprecher der Grünen Michael Rau, selbst Architekt, war das die richtige Wahl.

In dem Entwurf „mit einer großen Einheitlichkeit” der Gebäude sei dennoch die Variabilität der einzelnen Hausabschnitte für die künftigen Erwerber gewährleistet. Hier am alten Tivoli sollen sich junge Familien stadtnah ansiedeln, je nach Kinderzahl brauchen sie verschiedene Zuschnitte.

Die Fassadenaufteilung und die inneren Gestaltungsmöglichkeiten seien gut, meinte auch CDU-Sprecherin Maike Schlick. Der Ausschuss sprach sich bei fünf Gegenstimmen und zwei Enthaltungen für den Entwurf Nr. 7 aus.

Mehr von Aachener Nachrichten