Aachen: Mehrere Angriffe auf Polizeibeamte am Wochenende

Aachen : Mehrere Angriffe auf Polizeibeamte am Wochenende

Bei mehreren Einsätzen sind am Wochenende Beamte der Polizei angegriffen worden. Ein Polizist war aufgrund seiner Verletzungen nicht mehr dienstfähig und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Aachens Polizeipräsident Dirk Weinspach zeigte sich bestürzt über die Vorfälle und wünscht den verletzten Beamten eine rasche Genesung.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, kam es am späten Freitagabend gegen 23.30 Uhr in einer Wohnung im Reichsweg offenbar zu Streitigkeiten zwischen drei Männern. Anwohner hatten wegen lautem Geschrei die Polizei alarmiert.

Mit dem alkoholisierten und aggressiven 21-jährigen Mieter war eine Klärung des Sachverhalts nicht möglich. Bei dem Versuch, den Mann zu beruhigen, schlug dieser in Richtung der Beamten. Um den Mann zu zu fixieren, waren mehrere Polizisten nötig. Dabei verletzte sich einer von ihnen so stark, dass er seinen Dienst nicht fortsetzen konnte und in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

Auf der Flucht geschnappt

Die beiden anderen Männer, ein 22- und ein 35-Jähriger, wurden der Wohnung verwiesen. Der Jüngere bedrohte beim Verlassen des Hauses die Beamten massiv - sogar mit dem Tode. Bei der anschließende Kontrolle versuchte er zunächst zu flüchten. Er konnte jedoch nach kurzer Zeit in der Beverstraße gestellt werden.

Dort setzte sich der 22-Jährige mit Schlägen und Tritten zur Wehr. Ein Tritt traf einen Polizisten, der dadurch verletzt wurde. Er blieb aber dienstfähig. Beide Männer wurden anschließend mit zur Wache genommen und müssen sich nun wegen tätlichem Angriff auf Polizeibeamte in einem Verfahren verantworten.

Am Samstagmorgen gegen 6 Uhr wurde eine Streife zum Gelände der Aseag in der Neukölnner Straße geschickt. Ein alkoholisierter 31-Jähriger hatte sich vor die Garagen gelegt, um dort seinen Rausch auszuschlafen. Nach mehreren behutsamen Ansprachen sprang der Mann plötzlich auf und ging mit Schlägen und Tritten auf dei Beamten los. Er konnte überwältigt und in Handschellen abgeführt werden. Auf der Wache wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Auch ihn erwartet ein Verfahren wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte.

Gewalt gegen Beamte nimmt zu

Das Polizeipräsidium verzeichnet eine zunehmende Gewaltbereitschaft gegenüber Polizisten. Nahezu täglich tauche mittlerweile das Wort Widerstand in Einsatzberichten auf, hatte Pressesprecher Andreas Müller anlässlich eines Vorfalls im März erklärt, als Beamte bei einem Streit in einer Diskothek an der Pontstraße verletzt worden waren.

(red/pol)
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