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NRW-Landeskinderschutzgesetz: Mehr Schutz vor Gewalt für junge Menschen

NRW-Landeskinderschutzgesetz : Mehr Schutz vor Gewalt für junge Menschen

Das neue Landeskinderschutzgesetz verändert die Arbeit in den Jugendämtern. Davon ist auch die Stadt Aachen betroffen.

Joachim Stamp, damals noch NRW-Familienminister, sprach von einen „Meilenstein für den Kinderschutz“, als der NRW-Landtag Anfang April das Landeskinderschutzgesetz verabschiedete. Am 1. Mai trat das Gesetz in Kraft, es soll Kinder und Jugendliche noch besser vor Gefährdungen für ihr Wohl zu schützen.

Nordrhein-Westfalen erhält nun das bundesweit stärkste Kinderschutzgesetz“, erklärte Stamp. Zentrale politische und fachliche Forderungen aus der Aufarbeitung der Fälle sexualisierter Gewalt würden aufgegriffen, das Gesetz formuliere konkrete Maßnahmen, die die Qualität des Kinderschutzes stärken und die strukturellen Rahmenbedingungen verbessern sollen.

Und da sind ganz konkret die Kommunen gefordert. Fachliche Mindeststandards gilt es jetzt zu beachten, Leitlinien zu Kinderschutzkonzepten sollen etabliert werden, eine Qualifizierungsoffensive fürs Personal soll starten. Und: Die jungen Menschen müssen beteiligt werden, wenn über ihr Wohl entschieden wird.

Brigitte Drews, Abteilungsleiterin im Fachbereich Kinder, Jugend und Schule in Aachen, sieht die Kommune gut aufgestellt. Die Umsetzung der Landesvorgaben sei aber auch mit viel Arbeit verbunden, erwartet Drews. Unter anderem sollen künftig Kinderschutzbeauftragte die Arbeit in der Verwaltung unterstützen.

(mg)