Aachen: Medizintechniker fassen für Flüchtlinge kräftig mit an

Aachen : Medizintechniker fassen für Flüchtlinge kräftig mit an

„Ohne Ihre Hilfe hätten wir das nicht geschafft.“ Mit diesen Worten dankte Udo Wilschewski, Leiter der Jugendhilfeeinrichtung des Evangelischen Frauenvereins, den Mitarbeitern und Geschäftsführern der Firma Abiomed. Die hatten zu Hacke und Schaufel gegriffen, um die Umgebung der modularen Wohneinheiten für unbegleitete Flüchtlinge in Burtscheid schöner zu gestalten.

Insgesamt 60 Mitarbeiter des Medizintechnikunternehmens brachten unter anderem einen Sichtschutz aus Bäumen und Holzelementen an. „Es ist schon beeindruckend, wie gut die jungen Leute arbeiten können“, meint Rita Geffers, Personalleiterin bei Abiomed. Ihre Firma unterstützt bereits zum fünften Mal beim „Social Day“ regional hilfsbedürftige Gruppen.

Offensichtlich schweißt das die Belegschaft auf ganz neue Art und Weise zusammen. „Es tut einfach gut, die Firma für ein paar Tage zu verlassen und sich beim ,Social Day‘ mit anderen Problemen zu beschäftigen“, meint Dirk Michels, einer der beiden Geschäftsführer von Abiomed. Und die jugendlichen Flüchtlingen in Burtscheid können jede Unterstützung gebrauchen, weiß Udo Wilschewski.

„Viele haben gesehen, wie ihre Eltern ums Leben gekommen sind“, erzählt er. Er und seine Helfer wollen ihnen in Aachen ein neues Zuhause geben. Der Kontakt zwischen der Jugendhilfeeinrichtung und Abiomed kam über die Vereinigten Unternehmerverbände (VUV) zustande. Die VUV koordinieren ein von der Bundesregierung gefördertes Projekt zum Thema „Gesellschaftliches Engagement von kleinen und mittleren Unternehmen“ und bringen darüber unter anderem soziale Einrichtungen und Betriebe zusammen.

(mas)
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