Aachen: Marienhospital Aachen: Modernste Technik in schönen neuen Räumen

Aachen: Marienhospital Aachen: Modernste Technik in schönen neuen Räumen

Ein herrliches Landschaftsbild mit grünen Bäumen und strahlend blauem Himmel empfängt die Besucher der neuen Intensivstation im Marienhospital Aachen. Bereits diese Fotowand nimmt die Angst und dieses helle und freundliche Entree setzt sich in den weiteren Räumlichkeiten fort.

Durch seine Segnung hat Ehrendomkapitular Monsignore Heribert August, Vorsitzender des Kuratoriums der Katholischen Stiftung Marienhospital Aachen, die neue Intensivstation am Mittwoch ihrer Bestimmung übergeben. Die Fertigstellung sei ein weiterer großer Schritt auf der Zielgeraden.

Seit 1999 folgen immer neue Bauprojekte am „Marien“. „Nach der Einweihung der neuen Kreißsäle und der Tagespflege in Brand ist dies nun die dritte Einweihung innerhalb weniger Wochen“, freut sich August mit Rolf-Leonhard Haugrund, geschäftsführender Vorstand der Katholischen Stiftung Marienhospital Aachen.

Die alte Intensivstation aus den 80er Jahren war mit nur zehn Plätzen zu klein geworden. Auch war der Operationssaal nicht ebenerdig erreichbar. Die neuen Räume, in denen früher einmal die Radiologie beheimatet war, ermöglichen kurze und patientenschonende Wege.

Die Station ist mit modernster Medizintechnik, unter anderem WLAN-gestützten, kabellosen Röntgenapparaten, ausgestattet und befindet sich in zentraler Lage — unmittelbar zwischen Notfallaufnahme und OP-Bereich. Dadurch bieten sich optimale Versorgungsmöglichkeiten für die Patienten.

3,5 Millionen Euro Kosten

Mit Gesamtkosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro und einer Bauzeit von weniger als anderthalb Jahren blieb das Projekt in jeder Hinsicht im Rahmen. Auf einer Gesamtfläche von 715 Quadratmetern befinden sich nun sechs großzügig geschnittene Zweibettzimmer und zwei Einbettzimmer. Letztere eignen sich durch ihre Schleusenfähigkeit zur Behandlung von Infektionskrankheiten.

Das steril anmutende Ambiente von früher haben Projektleiterin Susanne Stahl und Architekt Armin Plischke vom Architekturbüro Plischke Lühring gekonnt vermieden. Die neuen Zimmer sind lichtdurchflutet und mit moderner Technik ausgestattet, zum Beispiel praktischen Deckenversorgungsampeln, wie der stellvertretende Stationsleiter Felix Paul erklärt. „Diese Einrichtung ermöglicht besondere Flexibilität in der Versorgung der Patienten.“

„Die zunehmende Alterung der Gesellschaft bringt auch mehr kritisch-kranke Patienten mit sich. Deshalb brauchen wir diese erweiterten Räume in der Intensivmedizin. Wir alle sind überwältigt von den schönen neuen Räumen, die Mitarbeitern, Patienten und Angehörigen ein helles und freundliches Ambiente bieten“, betont der ärztliche Direktor Professor Dr. Thomas Möllhoff. Ein positiver Eindruck, der in schweren Zeiten Zuversicht schenkt, sei das Ziel aller Bemühungen. Der Wartebereich für die Angehörigen ist einladend gestaltet, die Gesprächsräume haben einen gemütlichen Charakter.

Der 50 Quadratmeter große Stationsstützpunkt ist der Dreh- und Angelpunkt für die Mitarbeiter. Rund 1200 Patienten wurden im vergangenen Jahr in der Intensivmedizin betreut.

Übrigens: Auch das Babyfenster wurde im Zuge des Umbaus verlegt und befindet sich nun im Innenpark des Marienhospitals.

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