Burtscheid: Marienhospital: 28 Buden locken drei Tage lang zum Bummeln und Genießen

Burtscheid: Marienhospital: 28 Buden locken drei Tage lang zum Bummeln und Genießen

Ein Geheimtipp ist der Nikolausmarkt im Marienhospital schon lange nicht mehr: Zum 14. Mal findet das Adventsvergnügen am Wochenende vom 6. bis 8. Dezember im Abteigarten und im Kommunikationszentrum des Hospitals in Burtscheid statt.

„Unser kleiner, aber feiner Markt ist ein Ereignis, auf das sich viele schon lange im Voraus freuen“, betont Rolf-Leonhard Haugrund, Geschäftsführer der Katholischen Stiftung Marienhospital. Haugrund selbst ist wieder mit seinem Lions Club Euregio Maas Rhein vertreten und verkauft Waffeln, Crêpes und Kakao. „Der Erlös kommt unter anderem Kindern zugute, die über das Friedensdorf bei uns behandelt werden. Kürzlich wurde ein Kind aus Angola operiert. Dieses Engagement wollen wir ausbauen“, sagt Haugrund. Bewusst habe man für den Markt den Namen des Heiligen Nikolaus von Myra gewählt, der als Abt sehr vermögend war und sein Geld karitativ eingesetzt hat.

28 Buden werden aufgebaut. „Unser Grundprinzip ändert sich nicht: Wir sind kein kommerzieller Markt“, betont Haugrund. Stattdessen biete man wie von Beginn an Hobbykünstlern, kreativ tätigen Senioren oder auch integrativen Werkstätten für Menschen mit Behinderung die Möglichkeit auszustellen. Eine Ausstellergebühr wird nicht erhoben, nur eine umsatzbezogene Kostenbeteiligung.

„Hospital bedeutet Gasthaus“

Die ursprüngliche Idee des Marktes liegt in dem Gedanken, dass es sich beim Marienhospital nicht um ein Krankenhaus, sondern ein Hospital handelt. „Unsere Intention geht über die Krankenversorgung hinaus. Wir wollen Menschen begleiten und das Wort Hospital bedeutet so viel wie Gasthaus“, erklärt Haugrund. So erklärt es sich, dass man einen Weihnachtsmarkt ins Haus hinein geholt hat. Mittlerweile kommen auch Menschen von weiter her, um sich Glühwein, herzhafte und süße Genüsse schmecken zu lassen und gemütlich zu bummeln. Stress wie auf den großen Weihnachtsmärkten sucht man hier vergeblich.

Rund 1000 Waffeln, 240 Liter Glühwein, 350 Liter Erbsensuppe 400 Kilogramm Reibekuchen und 320 Kilogramm Grünkohl werden jedes Jahr in drei Tagen konsumiert. „Es geht uns noch um den ursprünglichen Charakter, die Glaubwürdigkeit der Veranstaltung. Deshalb kommt es auch nicht in Frage, den Markt über die bestehende Dauer hinaus zu verlängern“, betont Haugrund. Was ihn am meisten freut, sei, wenn die insgesamt 50 Aussteller mit den Besuchern über ihre Arbeit ins Gespräch kommen. Das Musikprogramm ist mit Auftritten des Musikvereins Verlautenheide, des Kinderchors der KGS Michaelbergstraße, des Grenzland-Zupforchesters oder der Folkloregruppe Junist an jedem Tag unterschiedlich und wird auch in die Patientenzimmer übertragen. Höhepunkt ist das Benefizkonzert „Elemente“ am Sonntag um 17 Uhr mit Werken von Bach bis Bacharach zugunsten des Projekts „Mylaudy“ in Südindien.

Der Markt ist am 6. Dezember von 15 bis 20 Uhr geöffnet, an den beiden anderen Tagen von 10 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

(krü)