Manfred Kutsch stellt Unicef-Projekt den Aachener Klimaschützern vor

„Fridays for Future“ : Besorgter Blick aus Aachen nach Mosambik

Klimaschutz ist eine globale Herausforderung. Insoweit schlug Manfred Kutsch, Reporter von Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten, am Freitagmorgen bei „Fridays for Future“ am Aachener Elisenbrunnen den Bogen des Engagement hier vor Ort zu dem in Mosambik. Im Rahmen einer Unicef-Hilfsaktion besucht er bald das Land.

Er wolle einen Brückenschlag wagen von den Aachener Klimaschützern zu den Klimaopfern in Mosambik im Süden Afrikas, erklärte Manfred Kutsch. Der Reporter von Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten stellte am Freitagmorgen den „Fridays for Future“-Aktivisten das Unicef-Projekt des Medienhauses Aachen vor. „Der Kampf gegen den Klimawandel muss einhergehen mit Solidarität und Hilfe für die Klimaopfer auf der Erde, beispielsweise in Mosambik“, ist Manfred Kutsch überzeugt. Bei der Kundgebung von „Fridays for Future“ vor dem Aachener Elisenbrunnen sprach er zu den überwiegend jungen Demonstranten und zählte auf: „Nach Angaben des Kinderhilfswerks Unicef der Vereinten Nationen leben 560 Millionen Kinder in Gebieten, die von Überschwemmungen durch den ansteigenden Meeresspiegel bedroht sind.“

Hinzu kämen 160 Millionen Kinder, die in Dürregebieten leben. Die Folgen des Klimawandels seien verheerend, mahnte Kutsch an. „Mangelernährung und nicht genügend sauberes Trinkwasser sind nur zwei Beispiele, womit die Menschen in Mosambik zu kämpfen haben.“

Ihn mache besonders betroffen, dass die Opfer des Klimawandels diejenigen seien, die am wenigsten dafür könnten. So liegt der CO2-Fußabdruck der Menschen in Mosambik bei 0,33 Tonnen im Jahr. Zum Vergleich: Ein Deutscher produziert im Schnitt 9,72 Tonnen Kohlenstoffdioxid, ein US-Amerikaner 16,24 Tonnen. „Diese Zahlen sprechen für sich“, sagt Kutsch, der schon bald gemeinsam mit seiner Frau in den Süden Afrikas reisen wird, um für unsere Zeitung über die Situation zu berichten. „Ich verspreche euch, ich werde auch euch darüber berichten, was ich vor Ort erlebe – persönlich“, so Kutsch zu den jungen Demonstranten, die seine Rede mit lautem Applaus belohnen.

Manfred Kutsch berichtet über die Notlage der Menschen in Mosambik. Foto: dmp Press/Ralf Roeger

Kurze Zeit später setzt sich die „Fridays for Future“-Gruppe in Bewegung. Den Tross zieht es diesmal in Richtung der Hochschule. „Dort wird es nächste Woche Donnerstag eine Vollversammlung zum Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit geben“, sagt einer der Organisatoren. Mehr als 3000 Studierende hätten ihre Unterschrift geleistet, um das einzufordern.

Die nächste Großdemo der jungen Bewegung ist für den 29. November geplant. „Diese Demo bildet dann den Abschluss einer Streikwoche, die vor allem an deutschen Universitäten durchgeführt werden soll“, so die Organisatoren.

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