Aachen: Mädchen gegen Autoren: Sechs Tore auf beiden Seiten

Aachen: Mädchen gegen Autoren: Sechs Tore auf beiden Seiten

Es war der krönende Abschluss eines spannenden Literatursommers des Kinder- und Jugendliteraturhauses, der am Samstag auch durch ein wenig Regen und viele Wolken nicht getrübt werden konnte.

Insgesamt fielen zwölf Tore beim großen Fußballspiel des FC Bullerbü gegen den FC Real Machmit auf dem Sportplatz der Sportfreunde Hörn. Sechs Tore für beide Seiten: „Wir haben uns über das Unentschieden sehr gefreut“, sagt Alexandra Lünskens, Koordinatorin des Zentrums für Kinder- und Jugendkultur.

„Na klar, kann Lotta Fußball spielen“ lautete das Motto der Veranstaltungsserie, die vor allem Frauenpower auch auf dem Fußballplatz in den Fokus rücken sollte. Die Vorbilder: Astrid Lindgrens Figur „Lotta“ und Lotta Schelin, die Stürmerin der schwedischen Nationalmannschaft. Insgesamt 23 Mädchen aus Aachen kickten für den „FC Real Machmit“ und 13 Autoren aus ganz Deutschland traten als Nationalmannschaft der Kinder- und Jugendbuchautoren „FC Bullerbü“ gegen sie an.

Der gesamte Erlös des Benefizspiels kommt dem Hokisa-Kinderhaus in Südafrika zugute. Der Kontakt entstand über den Autoren Lutz van Dijk, der die Einrichtung bis 2009 leitete.

„Wir haben die ganze Woche jeden Tag von 8.30 bis 14 Uhr trainiert“, sagt die zehnjährige Tabea, Torhüterin des FC Real Machmit. Nach dem ersten Drittel des Duells lag ihre Mannschaft mit 3:1 für den FC Bullerbü hinten. „Es ist ok“, sagt sie schmunzelnd. „Manchmal sind die Bälle schon schwer zu halten, die Spieler der anderen Mannschaft sind ja auch größer“. Insgesamt hat Tabea das Fußballcamp gut gefallen. „Ich habe viele nette Mädchen kennengelernt“, sagt sie.

Für den Aachener Kinder- und Jugendbuchautor Rainer Oberthür, der für die gegnerische Mannschaft, den FC Bullerbü auflief, gingen gleich zwei Träume in Erfüllung. „Nicht nur darf ich in einer Nationalmannschaft spielen, sondern es gibt mich auch als Panini-Sticker für ein Paniniheft“, sagt er mit einem Lachen auf dem Gesicht. „Es ist eine wirklich tolle Sache, dass das Fußballspiel auch für einen guten Zweck ausgetragen wird“, fügt er hinzu. Seine Position auf dem Spielfeld ist im Mittelfeld.

Dafür, dass die Autoren nicht ein einziges Mal trainieren konnten läuft es ziemlich gut. Zwischendurch jubelt Oberthür immer wieder laut — auch wenn ein Tor für Real Machmit fällt. „Als Laienspieler wartet man sein ganzes Leben darauf, mal in einer Nationalmannschaft zu spielen, ich habe sofort zugestimmt, als ich gefragt wurde“, erzählt Oberthür.

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