Aachen: LVR stellt 10.000 Euro für Zollmuseum zur Verfügung

Aachen: LVR stellt 10.000 Euro für Zollmuseum zur Verfügung

Eigentlich sollte Irit Tirtey am Mittwoch in der Bezirksvertretung Laurensberg auf Antrag der Grünen nur einen Sachstandsbericht zur Entwicklung des Zollmuseums Friedrich in Horbach vortragen. Doch mitgebracht hatte die geschäftsführende Leiterin des städtischen Kulturbetrieb eine gute Nachricht in Form von 10.000 Euro.

„Heute Morgen“, berichtete sie am Mittwochabend, „habe ich den Zuwendungsbescheid des Landschaftsverbandes Rheinland bekommen. Damit wollen wir die Neukonzeption des Zollmuseums finanzieren.“ Und zwar aufgeteilt in drei Bereiche: „Erstens zur Überarbeitung der Sammlung, zweitens für die Suche eines neuen Ausstellungsortes und drittens für die Folgekosten“, erläuterte Tirtey weiter.

Zuvor hatte sie den Bezirksvertretern den Stand der Diskussion um das Zollmuseum Friedrich, das im ehemaligen Grenzhaus am äußersten Ende der Horbacher Straße untergebracht ist, beschrieben. Dabei hob sie einerseits die Einzigartigkeit der Sammlung heraus.

„Ein Zollmuseum mit dieser Thematik gibt es sonst nur noch in Hamburg.“ Andererseits beschrieb sie aber auch die verbesserungswürdige Präsentation der Ausstellung. „Wir müssen das zeitgemäßer gestalten“, kündigte sie an. Und dabei helfe nun das Geld vom Landschaftsverband.

Nach den Karlsausstellungen werde sich das städtische Museumspädagogikteam mit dem Zollmuseum beschäftigen, die Neukonzeption werde dann in den entsprechenden Gremien, wie Kulturausschuss und Bezirksvertretung, vorgestellt, versprach sie.

Die Neukonzeption des Zollmuseums wurde von Vertretern aller Fraktionen begrüßt. Vor allem könne ein neuer Ausstellungsort der Sammlung mehr Attraktion verleihen, regte Alexander Gilson für die CDU an.

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