Aachen: Lust for Life-Haus wechselt den Besitzer

Aachen: Lust for Life-Haus wechselt den Besitzer

Nun ist es amtlich: Der Aachener Projektentwickler Norbert Hermanns hat mit seiner „Landmarken AG“ das „Lust for Life“-Haus an der Komphausbadstraße gekauft. Darüber war in den vergangenen Monaten schon mehrfach spekuliert worden.

„Der Verkauf ist schon länger über die Bühne gegangen. Zum Jahresende ist er abgewickelt worden. Veränderungen wird es aber nicht geben“, sagt der Käufer der Immobilie. Derzeit betreibt die Galeria Kaufhof GmbH das trendige Warenhaus, daran soll sich, so Herrmanns, „auch nichts ändern“. Die Kaufhof-Gruppe habe „auf viele Jahre einen Mietvertrag und anschließend noch endlos viele Optionen“.

Hat das „Lust for Life“-Haus gekauft: Projektentwickler Norbert Hermanns. Foto: Andreas Schmitter

„Normaler Vorgang“

Das bestätigt auch Sophie Lasos aus der Unternehmenskommunikation der Galeria Kaufhof-GmbH. Sie spricht von einem „normalen Vorgang“, der kein Einfluss auf den Standort habe: „Da es sich um einen reinen Eigentümerwechsel handelt, sind wir nicht betroffen. Wir haben einen langfristigen Mietvertrag und werden den auch erfüllen.“

Immobiliengeschäfte in dieser Größenordnung — Zahlen wurden nicht genannt — seien für Hermanns „normale Sachen“. Interessant sei die Immobilie, weil sie einen „Projektaspekt“ habe: „Es gibt im Umfeld viel zu verbessern. Das macht die Sache interessant.“

Ihm liege dabei die Entwicklung der Innenstadt am Herzen: „Der östliche Teil erfährt durch die Schaffung eines großen Shopping-Centers am Kaiserplatz eine deutliche Aufwertung.“ Mittelfristig müsse es darum gehen, den westlichen Teil zwischen Markt und Bushof mit Dahmengraben und City-Galerie attraktiv zu gestalten.

Dem Umfeld von „Lust for Life“ und Bushof kommt dabei auch in dem städtischen „Innenstadtkonzept 2022“ eine Schlüsselfunktion zu. Neue Anziehungspunkte sollen dort geschaffen werden, damit die Fußgängerzonen Dahmengraben und Großkölnstraße nicht den Anschluss verlieren und von den Passantenströmen abgekoppelt werden. Es gibt viele Ideen, wie dieser Bereich der Innenstadt weiterentwickelt werden kann: Hotel, Einzelhandel Wohnen — die Grünen haben sogar laut über die Option nachgedacht, in dem früheren „Horten-Kaufhaus ein Museum unterzubringen. Das sei aber Zukunftsmusik, sagt Großinvestor Norbert Hermanns: „Da ist aber derzeit kein Thema. Es gibt weder Gedanken noch Konzepte. Das wird erst in ein paar Jahren ein Thema.“

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