Aachen: „Lothringair“ überzeugt auch beim zweiten Aufguss

Aachen: „Lothringair“ überzeugt auch beim zweiten Aufguss

Aachens Szenegänger versammelten sich am Samstag in der Lothringerstraße. „Lothringair — Eine Straße macht Kultur!“ lautete das Motto zum zweiten großen Straßenfest nach der gelungenen Premiere vor einem Jahr. Und wieder wurden die Besucher mit einer Mischung aus Kunst und Kultur bis in die Nacht hinein begeistert.

Rund 70 Künstler haben sich diesmal zusammengetan und augenscheinlich das richtige Gespür gehabt. Sie präsentierten die unterschiedlichsten Werke, von Tanz über Gesang bis hin zu Streetart und Straßentheater. Dazu wurden Büros und Ladenlokale zu Bühnen oder Ausstellungsräumen umfunktioniert, so dass die gesamte Straße zur Kulturmeile wurde.

Für beinahe jede Altersklasse gab es viel zu bestaunen, die Besucher blieben immer wieder begeistert bei Workshops, Konzerten oder Ausstellungen stehen. Auch die Kinder kamen nicht zu kurz, es wurde Kindermalen, Kinderschminken, Straßenfußball und vieles mehr geboten.

Das alles hat der Verein Lothring­air mit den Organisatoren Benedict Offermanns, Dagmar Müller und Andrea Nickisch auf die Beine gestellt. Nickisch erklärt, dass mehr Raum für Künstler geschaffen werden sollte und dass dieses Straßenfest einen Anfang darstellt. „Hier gibt es alles, was man sich unter Kultur vorstellt“, sagt sie und weist auch darauf hin, dass dieses Jahr noch eine Bühne mehr aufgebaut wurde, um den Künstlern einen besseren Rahmen zu bieten.

Nickisch ist stolz auf das „breit gefächerte Programm“ und hat ein gutes Gefühl, da viele Leute sich lange in der Lothringerstraße aufgehalten haben und großes Interesse zeigten. „Wir wollen Begegnungen schaffen und Grenzen zwischen Künstlern und Besuchern aufheben“, sagt Nickisch. Es ist ein „Fest für das Viertel“.

Daran nahm auch die Band Omar Sniff‘s teil. Sie war das erste Mal dabei und zeigte sich begeistert von der guten Organisation und der positiven Stimmung. Für die Dürener Band war es der erste Auftritt vor so einem großen fremden Publikum, doch trotz der anfänglichen Nervosität hat es den Jungs großen Spaß gemacht.

Gespielt haben sie am sogenannten Chillout Kulturdecker. Der alte Berliner Doppeldeckerbus wurde so umgebaut, dass er jetzt als Proberaum, Bühne oder Ausstellungsfläche genutzt werden kann. Außerdem war Omar Sniff‘s nicht nur dort, um selbst zu spielen, sondern sie konnten auch andere Künstler sehen und vielleicht neue Kontakte knüpfen. Und dass sie gerne wiederkommen würden, spricht wohl auch für das Straßenfest.