Aachen: „Lothringair“: Kein normales Straßenfest

Aachen: „Lothringair“: Kein normales Straßenfest

„Das Besondere an dem Festival ist seine Vielfalt“, meint Andrea Nickisch als eine der Organisatoren des Straßenfestivals „Lothringair“. Das findet am Samstag, 14. Juni, zum zweiten Mal in der Lothringerstraße statt und hat auch diesmal wieder ein umfangreiches Programm zu bieten.

„Wir wollen Grenzen aufheben zwischen Innen und Außen, zwischen den Künstlern und den Zuschauern und zwischen bürgerschaftlichem Engagement und Kommerz“, sagt Nickisch.

Auch in diesem Jahr verwandeln sich Büros, Ladenlokale und die Straße selbst in Bühnen und Präsentationsflächen für 70 Künstler. Geplant sind Ausstellungen, Tanzvorführungen, Videoinstallationen, Theater, Konzerte, Lesungen und kreative Workshops rund um das Festival. Im Vorfeld gab es einen Aufruf an all jene, die sich gerne an dem Festival beteiligen würden. Die Resonanz war laut der Organisatoren sehr gut. Sie wollten vor allem auch denen eine Chance geben, die sonst eher selten Gelegenheit haben, auf einer größeren Bühne zu agieren. Daneben sind aber auch jede Menge etablierte Künstler mit von der Partie.

Ihnen ein angemessenes Entgelt zahlen zu können, ist das große Ziel der Veranstalter. Deshalb haben sie unter www.startnext.de/lothringair einen Spendenaufruf gestartet, der noch läuft. 2000 Euro sind das Ziel. „Im letzten Jahr haben wir mit unseren Einnahmen gerade mal die Unkosten gedeckt“, meint Andrea Nickisch und hofft gemeinsam mit ihren Kollegen Benedict Offermanns und Dagmar Müller, das in diesem Jahr ein bisschen mehr für die Künstler übrigbleibt.

Mit dabei in diesem Jahr ist der „Chill out“-Bus, der auch Newcomern eine Bühne bietet. Seine Teilnahme am Festival ist gleichzeitig die Pilotveranstaltung für ein neues Konzept des Doppeldeckerbusses. Der will sein soziales Engagement ausdehnen. Und das ist ganz im Sinne der Festival-Veranstalter. Die freuen sich auch über das Interesse von Gut Hebscheid, das in Sachen Catering vertreten sein wird. Das Festival hat den Anspruch mehr zu sein, als ein normales Straßenfestival. „Mit dem Festival wollen wir für die freie Kreativ- und Kulturszene in Aachen Raum schaffen und neue Impulse in der Stadt setzen“, so die Organisatoren.

Und sie wollen die Künstler untereinander in Verbindung bringen. So sei beispielsweise denkbar, dass die Rauminstallation eines Künstlers dem anderen als Bühne diene. Das Konzept hat sich ganz offensichtlich bewährt: Die Resonanz auf das Festival im vergangenen Jahr sei sehr groß gewesen. Tausende von Besuchern haben die Lothringerstraße damals besucht. „Und sogar ältere Menschen waren begeistert von dem Festival“, meint Andrea Nickisch.

Für die Kinder soll in diesem Jahr noch besser gesorgt sein als beim ersten Mal. Geplant sind unter anderem Theater, Tanz mit anschließenden Workshops und viele Stände, an denen die Kinder musizieren oder kreativ sein können. Schon im ersten Jahr sei das Festival bunter und vielfältiger gewesen als erwartet, meint Andrea Nickisch. Und das soll diesmal nicht anders sein, sagen die Veranstalter.

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