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Sauberkeit am Bushof: Licht und Farbe gegen das Gefühl der Unsicherheit

Sauberkeit am Bushof : Licht und Farbe gegen das Gefühl der Unsicherheit

Momentan gibt es wegen der Corona-Beschränkungen noch wenig Verkehr am und rund um den Bushof und damit ist auch für die Aseag die Gelegenheit zum Großreinemachen gekommen.

Mehrere kleine Reparaturen wurden inzwischen umgesetzt und auch die Decke der Bushof-Halle erscheint jetzt „blitzblank“, wie Heidemarie Ernst, Leiterin der Koordinationstelle Bushof, nicht ohne Stolz sagt: „Das war allerdings keine kleine Reparatur, denn für diese Aktion musste die komplette Decke der Halle abgehangen werden“.

Eine stark verschmutzte Ecke in der Busunterfahrt wurde mit neuer Mauer in frischer gelber Farbe verschlossen und kann nun nicht mehr so einfach als Toilette missbraucht werden. „Dunkle Ecke zu verschließen wirkt Unsicherheitsgefühlen entgegen“, stellt Ernst heraus. Zudem hat die Stadt dort in den vergangenen Wochen ein Urinal gebaut und aufgestellt. Hohe Reinigungsfrequenzen und eine moderne Beleuchtung sollen dafür sorgen, dass künftige Verschmutzungen erst gar nicht entstehen.

Mittlerweile machen laut städtischem Pressebüro immer mehr Anwohnerinnen und Anwohner sowie Nutzerinnen und Nutzer mit bei der Entwicklung von Sicherheit, Sauberkeit und Hilfestellung bei sozialen Problemen, die am Bushof deutlich werden. Die Eigentümergemeinschaft des Bushofgebäudes habe so zum Beispiel den Durchgang von der Peterstraße zum Parkhauseingang sowie zu den Haltestellen in der Busunterfahrt renoviert. Eine dunkle Ecke unter einer Treppe wurde mit Zink verkleidet und der Bereich zusätzlich beleuchtet und frisch gestrichen. „Wir bringen das alte Gebäude mit einfachen Mitteln Schritt für Schritt in einen annehmbaren Zustand, denn der Bushof wird sicherlich noch viele Jahre seine Funktion erfüllen“, erklärt Heidemarie Ernst. Und berichtet von der Unterstützung aus Verwaltung und Politik in Sachen Beleuchtungsmaßnahmen und mehr Fahrradbügel rund um den Bushof. Die Sozialverwaltung analysiert aktuell Hilfen für wohnungslose und suchtkranke Menschen. Heidemarie Ernst: „Wir alle wollen wissen, ob wir hier besser tätig werden können“.

Ansprechpartnerin und Kümmerin: An Heidemarie Ernst kann man sich mit Fragen und Anregungen wenden. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Geplant sind noch mehr Sauberkeit und Licht in der Busunterfahrt, blühende Bepflanzung, eine neue schlichte Außentreppe sowie insgesamt mehr Aufenthaltsqualität für Fußgänger. „Da werden wir noch manchen Eimer Farbe brauchen“, bestätigt Kümmerin Ernst, „aber der gute Wille ist da und wir kommen Schritt für Schritt voran“. Und weiter: „Vor den Corona-Maßnahmen konnte man täglich Gruppen von Schulkindern und Jugendlichen am Bushof sehen. Das ist für mich das beste Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Auch wenn noch nicht alle Handlungsfelder und Maßnahmen umgesetzt sind, kann man den Bushof als Mobilitäts-, Einkaufs- und Wohnort jetzt schon wieder besser nutzen“.

(red)