Liberale machen Wahlkampf in Aachen

Europawahl : An erster Stelle steht ein starkes Europa

Der FDP-Spitzenkandidat in NRW, Moritz Körner, wirbt in Aachen für europäische Einigkeit. Er möchte unter anderem mehr in Forschung investieren.

Freitagskundgebungen am Aachener Elisenbrunnen sind mittlerweile fast schon Tradition. Die vielen Anhänger der „Fridays-for-Future“-Bewegung haben dafür gesorgt. Auch an diesem Freitag gibt es unweit der Rotunde eine Versammlung. Und auch hier geht es um die Zukunft, wie die Redner betonen – um die Zukunft Europas.

Die FDP hat bei der Veranstaltung einiges an Prominenz aufgeboten, allen voran ihren NRW-Spitzenkandidaten für die Europawahl am 26. Mai. Moritz Körner ist so etwas wie ein Senkrechtstarter: Mit 18 Jahren trat er der Partei bei, mit 23 Jahren wurde er an die Spitze der Jungen Liberalen gewählt, im Mai 2017 zog er als jüngstes Mitglied (26) in den Düsseldorfer Landtag ein, und jetzt will er, gerade mal 28-jährig, nach Brüssel und Straßburg.

„Ich kenne gar kein Europa, in dem es Grenzen gibt, und ich möchte es auch niemals erleben“, betont Körner und führt dann aus, worum es ihm und seiner Partei geht: „Wir brauchen ein starkes Europa, in dem die Menschen die großen Herausforderungen der Zukunft wie Digitalisierung und Klimawandel gemeinsam angehen.“ Und: „Dieses Europa dürfen wir nicht denjenigen überlassen, die zu Egoismus und Nationalismus zurückkehren wollen.“ Eine hohe Wahlbeteiligung sei deshalb von großer Bedeutung.

Gemeinsame Werte

Dafür wirbt auch Angela Freimuth. Natürlich sei der Wahlkampf ein Wettbewerb der Ideen. „Aber in erster Linie geht es darum, sich für unseren gemeinsamen europäischen Grundwerte einzusetzen.“ Was die Ideen angeht, nennen die stellvertretende Landesvorsitzende und der Spitzenkandidat einige Beispiele. Ein europäisches Kriminalamt gehört ebenso dazu wie ein europäischer Außenminister und die Schaffung eines Initiativrechtes für das EU-Parlament. „Außerdem muss in Europa mehr Geld für die Forschung ausgegeben werden“, fordert Moritz Körner. „Denn neue Technologien sind viel besser für den Klimaschutz als Verbote und Restriktionen. Außerdem sind sie ein Garant für viele attraktive Arbeitsplätze.“

Der gebürtige Langenfelder ist zuversichtlich, dass er einen Beitrag dazu leisten kann. Zwar sind die Freien Demokraten derzeit nur mit drei Abgeordneten im EU-Parlament vertreten. Doch nach dem 26. Mai sollen es acht oder neun sein, hofft Körner. Und dann wäre auch er dabei. (gro)

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