Aachen: Lesermeinung: „Die Stadt ist dreckiger geworden”

Aachen: Lesermeinung: „Die Stadt ist dreckiger geworden”

Es sind zahlreiche Themen, die unsere Leser auf dem Internetportal aachener-meinung.de diskutieren. Kontroverse Zuschriften gibt es nicht nur zu dem Großprojekt Kaiserplatzgalerie. Auch über die Sauberkeit der Stadt, die Radwegenetze und die Campusbahn wird heftig debattiert.

Hier einige Auszüge der unterschiedlichen Meinungen.

Radwegenetze

Stefan Otten fragt sich beispielsweise: „Was nützen Radwege, wenn sie immer im bestimmten Bereich zugeparkt sind?” Er fordert mehr Kontrolle von Polizei und Ordnungsamt.

Rainer Leymann hat vor einigen Jahren seinen PKW abgeschafft und fährt seitdem überwiegend mit Rad, Bus oder Bahn. „In einer Stadt wie in Aachen ist das gut möglich, aber es müssten noch einige Dinge verbessert werden”, schreibt er und nennt zwei Beispiele: „Können unsere Planer und Politiker nicht einfach mal über die Grenze in die Niederlande fahren und sich Konzepte vor Ort ansehen? Oder nach Münster?”

Kritik äußert er auch an der Aseag: Ihre Blockadehaltung, „was die Mitnahme von Fahrrädern in der Woche bis 19 Uhr angeht, ist antiquiert und in keiner Weise nachzuvollziehen.” Er nennt auch ein Beispiel: „Ich wollte morgens um 6.40 Uhr vom Klinikum zur Radstation am Hauptbahnhof, da ich einen platten Reifen hatte. Obwohl auf der Linie 3A ein Doppelgelenkbus eingesetzt wurde und sich ganze fünf Personen im Bus befanden, wurde mir die Mitnahme unter Hinweis auf die bestehende Regelung verweigert und ich durfte schieben! Sollte die Campusbahn kommen, darf es so etwas dort keinesfalls geben.”

Campusbahn

Ja zur Campusbahn sagt Armin Bollhorst, „weil ich die Innenstadt für verkehrstechnisch voll genug halte. Auch die vorgeschlagene Trasse erscheint mir sinnvoll, da sie eine große Verkehrsader abdeckt und sinnvoll weiter ausgebaut werden kann”.

Als Anlieger der Trierer Straße meldet sich Joseph Nellen zu Wort: „Ich erlebe täglich die Einsatzfahrten von Polizei und Feuerwehr. Wenn nun die Campusbahn auf eigenem Gleisbett fährt und die verbleibende Autospur durch die Müllabfuhr oder einen Unfall blockiert ist, was dann? Sterben dann Menschen, weil das Gleisbett der Campusbahn den Weg versperrt?”

Sauberkeit

Dass Aachen „dreckiger” geworden sei, merken viele Leser an, auch Kurt Hansen. Er findet, dass es „ganz schlimm” im Umfeld des großen Gewoge-Hauses an der Goer­delerstraße, Ecke Kronprinzenstraße aussieht: „Hier liegt seit Jahren immer Müll. Die Fläche neben dem Haus, auf der Schrottautos gammeln und auch schon mal brennen, ist eine Einladung zum Müllabladen.” Sein Vorschlag: Mehr Überwachung und Strafen.

Herbert Theune berichtet von einer Begebenheit, die er selbst erlebt hat: Bei einem Spaziergang machten wir auf einer Parkbank Rast und beobachteten, wie Jugendliche auf der Nebenbank leere Pfandflaschen hinter sich ins Gebüsch warfen. Auf die Vorhaltung meiner Frau, dies doch bitte zu unterlassen, bekamen wir die Antwort eines etwa 16-jährigen Mädchens: ?Gebt den Hauptschülern doch auch eine Chance auf Beschäftigung. Da ist kein weiterer Kommentar nötig.”

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