Leser verraten ihre Tricks gegen das Aachener Wetter

Tipps gegen die Hitze : Kühlakkus im Bett und Pfefferminz auf der Haut

Praktisch, altbewährt oder auch ein bisschen skurril: Wir haben gefragt, und Sie haben geantwortet: Wir präsentieren die Tipps unserer Leserinnen und Leser gegen die Hitze.

Auch wenn es nicht gerade das war, was uns vorschwebte: Bei den vielen kreativen Ideen unserer Leserinnen und Leser zum Umgang mit der Hitze in Aachen ist uns ganz warm uns Herz geworden. Wir stellen Ihnen einige der Tipps vor, die unsere Redaktion erreicht haben:

„Ich hänge mein nasse Wäsche zum Trocknen über die Zimmertüren“, schreibt Katharina Schmitz. Beim Trocknen der Wäsche werde die Luft abgekühlt. Es sehe zwar aus wie bei Hempels , „aber das ist zweitrangig.“ Durch die Nichtbenutzung des Trockners spare sie zudem Strom. Christine Knorr nimmt gern Kühlakkus mit ins Bett, mahnt aber zur Vorsicht: „Nicht auf den Bauch legen, das gibt eine Blasenentzündung!“ Ihr ultimatives Mittel gegen Hitze seien aber Filme, in denen Eisberge vorkommen, beispielsweise „Titanic“ oder „Nordwand“. Als Geheimtipp schlägt sie übrigens einen Besuch im Dom vor, auch dort sei es schön kühl. Anita Funke-Grablowitz schlägt für die tropischen Nächte vor, nasse Handtücher auf die Beine zu legen und den Ventilator darauf zu richten.

Sabine Lontzen schlägt vor, regelmäßig die Unterarme in kaltes Wasser zu tauchen und aufs Abtrocknen zu verzichten: „Das ist an vielen Orten machbar.“ Stefanie Dickhoven fertigt eine kühlende Mixtur aus Honig, Pfefferminzöl und kaltem Wasser an. Sie taucht einen Waschlappen hinein und fährt damit über die Haut. Wässrig wird es auch bei Karin Schöler: Sie stellt sich eine Schüssel mit kaltem Wasser unter den Schreibtisch und legt einen nassen Lappen ins Genick. Und Frank Pohle, Leiter der Route Charlemagne, lockt uns ins klimatisierte Museum: „Der schönste Ort in Aachen gerade bei diesem Wetter ist natürlich das Centre Charlemagne – Kultur bei 20 Grad!“

Eine Idee für einen kühlen Drink hat Marion Hein: Sie kocht Ingwer in Wasser auf, lässt das Ganze abkühlen und fügt noch Zitronen zu. Christa Wetter mag am liebsten alkoholfreie Cocktails mit exotischem Obst und Eiswürfeln.

Manfred Schipper erinnert sich daran, wie es in den 1960er Jahren in den Räumen der Handsatzproduktion der Aachener Volkszeitung zuging: „Viele Handsetzer standen damals im kühlenden Nass in der eigenen Badebütt in ihrer Arbeitsgasse“, schreibt er. Das habe gegen die schweißtreibende Arbeit geholfen.

Wird der Hitzerekord geknackt?

Wie warm es heute werden kann, verrät Wetterexperte Willy Küches aus Brand im Gespräch mit unserer Redaktion: „Am 23. August 1944 wurde in Aachen mit 37,2 Grad der bis heute beständige Temperaturrekord gemessen. Am Donnerstag könnte dieser altehrwürdige Rekord mit über 39 Grad in Aachen geknackt werden“, sagt Küches. Richtung Eschweiler und auch Richtung Heinsberg könnten sogar 40 oder 41 Grad erreicht werden. Dann würde sogar der Deutschlandrekord mit 40,3 Grad aus dem Hitzesommer 2003 wackeln. „Am Wochenende bringen zwar Gewitter etwas Abkühlung. Nächste Woche bleibt es aber hochsommerlich mit Temperaturen um 30 Grad. Auch eine neuerliche Hitzewelle ist nicht vom Tisch“, erklärt Küches.

Die Temperaturen seien nicht nur für den Juli außergewöhnlich. „Es könnten die höchsten Temperaturen werden, die jemals in der Region gemessen wurden.“ Zudem werde es selbst in den Hochlagen der Eifel mit 36 Grad extrem warm.

Es gibt also noch genügend Gelegenheit, die Tipps unserer Leser auszuprobieren. Auf diejenigen unter Ihnen, die uns erzählt haben, dass sie zu Hause einen Pool haben, in den sie gelegentlich reinhüpfen, sind wir übrigens ganz offiziell neidisch.

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