Leo Diefenthal wird nächste Session über Kinder in Aachen regieren

Öcher Fastelovvend im Blut : Leo Diefenthal ist der designierte Märchenprinz

Er war als Page, Jäger, Schängche, Noppeney und zuletzt als Mandele Leo Teil des bunten Hofstaats des Märchenprinzen – da war es für Leo Diefenthal nur eine Frage der Zeit, bis er selbst einmal der Narrenherrscher der Aachener Kinder wird. Nun ist es soweit, und das Geheimnis wurde gelüftet.

Im Rahmen seines diesjährigen Sommerfestes stellte der Arbeitsausschuss Aachener Kinderkarneval (AKiKa) den zukünftigen Märchenprinzen für die Session 2019/20 vor. Als Leo I. wird er ab seiner Proklamation am 12. Januar 2020 im Eurogress regieren. Da Leo Fußball liebt, passte es perfekt, dass seine Vorstellung auf dem Platz der Eintracht in Verlautenheide stattgefunden hat.

Leo ist ein waschechter Öcher Junge, der am 17. Februar 2009, dem Dienstag vor Fettdonnerstag, ausgerechnet um 11.11 Uhr geboren wurde. Und familiär war sein Weg durchaus vorgezeichnet, denn die Familie Diefenthal hat den Öcher Fastelovvend quasi im Blut. „Bei dem Namen werden sicher viele hellhörig, und Leo ist im wahren Sinne des Wortes ordentlich vorbelastet“, schmunzelte AKiKa-Leiter Thomas Jägerberg bei der offiziellen Präsentation.

Leos Großmutter Steffi Diefenthal war bis 2009 Betreuerin im AKiKa und ist noch heute Mitglied im Förderverein FöKiKa. Ihre Tochter, Leos Tante Petra, war Tanzoffizier in der Garde des Märchenprinzen und Leos Ur-Großvater Matthias „Mattschö“ Stevens war jahrzehntelang der Mann für die Orden der Märchenprinzen des Aachener Kinderkarnevals. Und das Design der Orden sowie der Wagen des Märchenprinzen ist bis heute Familiensache. Leos Vater und Mattschö Stevens Enkel, Guido Diefenthal, ist nämlich Geschäftsführer von Orden Exklusiv. „Dass er als Guido I. 1987 auch schon Märchenprinz war und somit vom Vater zum Prinzenbruder wird, macht die erbliche Vorbelastung in Sachen Aachener Kinderkarneval dann komplett“, betonte Jägerberg begeistert.

Der Zehnjährige besucht derzeit noch die Grundschule in Hauset, nach den Sommerferien dann das Aachener Einhard-Gymnasium. Sein größtes Hobby neben dem Karnevalsbrauchtum ist und bleibt der Fußball, er ist Mitglied im RFC Raeren-Eynatten. „Meine Lieblingsposition ist Torwart und vorm Ferneher feuere ich den FC Liverpool an“, erzählt Leo. Mutter Nicole und die siebenjährige Schwester Johanna freuen sich mit ihm auf seine nun bereits sechste aktive Session im Aachener Kinderkarneval, in der er nun die Hauptrolle spielt. Johanna übrigens tanzt, wie sollte es auch anders sein, in der Garde des Märchenprinzen.

„Er liebt den Karneval von Kindesbeinen an und malte als Fünfjähriger ein Bild vom damaligen Märchenprinzen Paul II. und erklärte, er wolle in der nächsten Session Page werden. Damit begann die karnevalistische Karriere“, erzählt Jägerberg. Ist Leo ansonsten eher ein ruhiger Junge, sprudelt es nur so aus ihm heraus, wenn es um seine Leidenschaft für den Karneval geht. Beim Blick in seine Ordenskiste fallen ihm unzählige Geschichten ein. Unter dem Motto seiner Session „Loss‘ver all zesame senge, Alaaf än Freud de Kenger brenge“ hat er nun jede Menge neue Erlebnisse und bekommt seinen Märchenprinzen-Orden von Papa Guido persönlich designt.

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